Europa-Park: „Wir bedauern sehr“
Im Europa-Park, der seit Jahrzehnten eng mit der Sendung verbunden ist, stößt das Aus auf großes Bedauern. Kaum ein Format war so eng mit dem Standort verknüpft wie „Immer wieder sonntags“.
Inhaber Roland Mack erklärt: „Wir bedauern sehr, dass eine so traditionsreiche und beim Publikum außerordentlich beliebte Sendung ab 2027 nicht mehr weitergeführt werden soll. ‚Immer wieder sonntags‘ hat über viele Jahre hinweg eine treue Fangemeinde aufgebaut und war für unzählige Menschen ein fester Bestandteil des Sommers und des Sonntagvormittags.“
Gleichzeitig stellt er klar, dass man die Entscheidung respektiere: „Wir respektieren die Entscheidung des SWR selbstverständlich, hätten die Sendung aber sehr gerne auch in Zukunft als Gastgeber mit unserer attraktiven Kulisse und großem Engagement weiter begleitet.“
Auch Ann-Kathrin Mack, geschäftsführende Gesellschafterin des Europa-Park und verantwortlich für Marketing & Communications, betont die enge Verbindung: „Der Europa-Park war und ist ein verlässlicher Partner für dieses Format. Gerade deshalb hätten wir uns gewünscht, dass ‚Immer wieder sonntags‘ auch künftig fortgeführt wird und in Rust eine Heimat behält.“
Große Rolle von Stefan Mross
Ein zentraler Bestandteil der Erfolgsgeschichte ist Moderator Stefan Mross. Ann-Kathrin Mack hebt seine Bedeutung besonders hervor: „Mit Moderator Stefan Mross war die erfolgreiche Sendung über viele Jahre hinweg eng verbunden. Er hat ‚Immer wieder sonntags‘ mit seiner Persönlichkeit, seiner Bodenständigkeit und seiner Nähe zum Publikum entscheidend geprägt und zu ihrem unverwechselbaren Charakter beigetragen.“
Über viele Jahre wurde die Sendung damit nicht nur zu einem festen TV-Termin, sondern auch zu einem emotionalen Begleiter für Millionen Zuschauer.
SWR spricht von „schmerzhafter Entscheidung“
Auch beim SWR fällt das Ende der Sendung nicht leicht. Programmdirektor Clemens Bratzler erklärt: „Die Einstellung von ‚Immer wieder sonntags‘ ist eine schmerzhafte Entscheidung, die wir sehr sorgfältig abgewogen haben und die uns angesichts des großen Erfolgs nicht leichtfällt.“
Er nennt vor allem wirtschaftliche Gründe: „Die wirtschaftliche Situation des SWR lässt uns aber keine andere Wahl.“ Gleichzeitig betont er die Wertschätzung für das Team: „Wir gehen diesen Schritt mit großer Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber Stefan Mross und dem gesamten Team, die über viele Jahre Großartiges geleistet haben.“
Bratzler zeigt auch Verständnis für enttäuschte Zuschauer: „Ich verstehe, dass viele treue Fans von ‚Immer wieder sonntags‘ enttäuscht sein werden, weil wir ihnen aus finanziellen und strategischen Gründen einen Fixpunkt im Sommer nehmen.“
ARD würdigt Fernsehgeschichte
Auch ARD-Programmdirektorin Christine Strobl hebt die Bedeutung der Sendung hervor: „Mehr als drei Jahrzehnte hat ‚Immer wieder sonntags‘ den Sonntagvormittag in der ARD mit Musik, Nähe und Lebensfreude geprägt.“
Besonders Stefan Mross habe der Sendung ein Gesicht gegeben: „Vor allem Stefan Mross hat der Sendung als Nachfolger von Max Schautzer mit seiner unverwechselbaren Art ihr Gesicht und ihr Herz gegeben.“
Zum Abschied soll die Sendung noch einmal gefeiert werden: „Zum Abschluss werden wir dieses besondere Stück Fernsehgeschichte gemeinsam mit dem Publikum gebührend feiern.“
Letzte Staffel wird besonders
Ganz vorbei ist es noch nicht: 2026 geht „Immer wieder sonntags“ in seine finale Saison. Ab dem 31. Mai werden insgesamt zwölf Live-Ausgaben ausgestrahlt.
Zusätzlich plant die ARD zwei besondere Abschiedsformate:
- eine Extra-Ausgabe am 6. September
- sowie eine Best-of-Show am 13. September
Damit soll das Format würdig verabschiedet werden.
Millioneninvestitionen und lange Tradition
Für den Europa-Park war die Zusammenarbeit über viele Jahre hinweg mit erheblichem Aufwand verbunden. Um optimale Bedingungen für die Sendung zu schaffen, wurden umfangreiche Investitionen in Infrastruktur, Organisation und Rahmenbedingungen getätigt.
Seit 1998 wurde „Immer wieder sonntags“ im Europa-Park produziert, insgesamt entstanden mehr als 370 Folgen in über 30 Jahren. Die Sendung entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des deutschen Fernseh-Sommers – weit über Baden-Württemberg hinaus.
Blick nach vorne: Neue Formate geplant
Die frei werdenden Mittel sollen künftig teilweise eingespart und teilweise in neue digitale Unterhaltungsformate investiert werden. Der SWR will sich damit stärker an veränderte Mediennutzungsgewohnheiten anpassen.
Ein Abschied mit Emotionen
Mit dem Ende von „Immer wieder sonntags“ verliert das deutsche Fernsehen ein Format, das für viele Zuschauer weit mehr war als nur Unterhaltung.
Der Europa-Park dankt bereits jetzt dem gesamten Team, allen Mitwirkenden und den treuen Zuschauerinnen und Zuschauern – und blickt gleichzeitig auf eine letzte gemeinsame Saison 2026, die noch einmal zeigen soll, warum diese Sendung über Jahrzehnte hinweg so erfolgreich war.