Waghäusel nachts kälter als der Feldberg

Der bisherige Hitzerekord für 2026 wurde geknackt – während im Südwesten ein kurioses Temperatur-Phänomen für Erstaunen sorgt

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Waghäusel/Feldberg – Die erste große Hitzewelle des Jahres hält Deutschland in Atem und wirbelt die Temperatur-Ranglisten der Meteorologen kräftig durcheinander.

Regensburg holt sich den deutschen Hitzerekord

Nur einen Tag lang durfte sich Waghäusel im Landkreis Karlsruhe mit dem Titel des heißesten Ortes in Deutschland schmücken. Gestern legte die baden-württembergische Stadt zwar noch einmal nach und erreichte stolze 32,5 Grad, doch für die bundesweite Spitze reichte das nicht mehr.

Das bayerische Regensburg zog mit 33,2 Grad an allen vorbei und hält nun den neuen Hitzerekord für das Jahr 2026. Auf dem zweiten Platz landete Kitzingen in Mainfranken mit 32,7 Grad, gefolgt von Waghäusel auf Rang drei.

Auch andere Regionen im Ländle knackten die Hitze-Marken. Wolfach im Ortenaukreis sicherte sich mit 31,7 Grad den siebten Platz im deutschlandweiten Ranking und war damit der zweitwärmste Ort in Baden-Württemberg. Direkt dahinter folgte Rheinfelden am Hochrhein mit Spitzenwerten für die Region.

Kuriose Nachtkühlung dreht die Wetterkarte um

Die eigentliche Überraschung der aktuellen Wetterlage zeigte sich jedoch nach Sonnenuntergang. Wer dachte, dass der Feldberg im Schwarzwald als höchster Gipfel des Landes auch die kühlste Nacht verbringt, lag komplett falsch.

Unter den baden-württembergischen Messstationen landete der Feldberg mit einer Tiefsttemperatur von 14,5 Grad nur auf Platz 53. Das Kuriose: Im tagsüber glühend heißen Waghäusel sank das Thermometer in der Nacht auf 14,0 Grad. Damit war das Flachland kühler als der Schwarzwald-Gipfel, wo am Tag maximal 20,7 Grad gemessen wurden.

Den offiziell kältesten Wert in Baden-Württemberg verzeichnete Leutkirch mit 7,9 Grad. In der Ferienregion Schwarzwald meldete Rottweil einen Tiefstwert von 9,0 Grad, nachdem dort am Tag zuvor noch 28,1 Grad erreicht wurden. Deutschlandweiter Spitzenreiter beim Frösteln blieb die Zugspitze mit 1,9 Grad.

Knallt es jetzt? Meteorologen erwarten Gewitter

Die von einigen Experten prognostizierte Marke von 34 Grad wurde an den Messstationen bislang noch nicht ganz erreicht. Das könnte sich allerdings schnell ändern, denn eine kräftige Südwestströmung pumpt weiterhin heiße Luft aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland.

Für den heutigen Tag und den kommenden Mittwoch sind erneut Temperaturen von deutlich über 30 Grad angekündigt. Die anhaltende Schwüle bringt jedoch ein rasches Ende der ungestörten Hitze mit sich. Nach Angaben der Wetterdienste stehen die Zeichen auf Wetterumschwung: Bereits ab morgen müssen die Menschen im Schwarzwald mit ersten, teils kräftigen Gewittern rechnen.

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