Aufbruchsstimmung statt Sonntagsreden
Philipp Amthor, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, ist nach Ablauf seines ersten Jahres im Amt zufrieden mit der bisherigen Arbeit. Die Einrichtung des neuen Ministeriums sei ein wichtiger Schritt gewesen. Es sorge dafür, dass digitale Transformation und Staatsmodernisierung endlich auf höchster politischer Ebene im Kabinett verankert seien.
Amthor hebt die „große Umsetzungsdynamik“ hervor, die seit Beginn der Amtszeit herrsche. Er grenzte sich damit von anderen Neugründungen ab, bei denen seiner Meinung nach die Ausgestaltung der Kantine oder der Pflanzenprunk im Vordergrund gestanden habe. Der CDU-Politiker kritisiert zugleich die bisherige Handhabung des Bürokratieabbaus.
„Berg an Beton“ abtragen
In den vergangenen Jahren sei das Thema Bürokratieabbau oft nur zur „Sonntagsrede“ verkommen. Ankündigungen seien großen Versprechungen gefolgt, die dann aber im Alltag nicht umgesetzt wurden. Sein Ministerium habe erkannt, dass es hier nicht um weitere Erkenntnisse, sondern schlichtweg um die praktische Umsetzung gehe. Er verglich den bestehenden Bürokratieberg mit einem „Berg an Beton“, der Stück für Stück abgetragen werden müsse. Es sei Zeit, die über Jahre aufgeschichteten Hürden einzureißen.



