Forsa sieht AfD unverändert an der Spitze
Die AfD bleibt laut einer aktuellen Forsa-Umfrage die stärkste politische Kraft in Deutschland. Mit 27 Prozent der Stimmen behauptet die Partei ihre Führungsposition.
Die CDU/CSU verharrt unverändert bei 22 Prozent. Die Grünen müssen einen Punkt abgeben und liegen nun bei 15 Prozent. SPD (12%), Linke (11%) und FDP (4%) behaupten ihre bisherigen Werte.
Immer noch wahlkämpfen eher 25 Prozent der Bundesbürger mit Nichtwählern und Unentschlossenen. Das ist deutlich mehr als bei der Bundestagswahl 2021.
Problemlösungskompetenz: Kaum Vertrauen in eine Partei
Bei der Einschätzung der Problemlösungskompetenz zeigen sich nur geringe Verschiebungen. Sowohl Union als auch AfD erreichen hier 14 Prozent. Die Grünen kommen auf 8, die SPD auf 6 und die Linke auf 4 Prozent.
Die bittere Erkenntnis für alle Parteien: Eine klare Mehrheit von 52 Prozent traut keiner politischen Gruppierung zu, die drängenden Probleme Deutschlands am besten zu lösen.
Wirtschaftliche Erwartungen trüben sich ein
Die Konjunkturerwartungen bleiben gedämpft. Nur 14 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Dem gegenüber stehen 66 Prozent, die mit einer Verschlechterung rechnen. 18 Prozent erwarten keine Veränderung.
Merz-Zustimmung am Boden
Die Zufriedenheit mit CDU-Chef Friedrich Merz ist besorgniserregend niedrig. Lediglich 14 Prozent der Bundesbürger zeigen sich mit seiner Arbeit zufrieden. Sage und schreibe 84 Prozent sind unzufrieden. Dieses Bild zieht sich auch durch die eigenen Reihen: Selbst unter den Union-Anhängern überwiegt die Unzufriedenheit mit 52 Prozent zu 47 Prozent.
Bei Anhängern anderer Parteien fällt das Urteil noch drastischer aus. Bei der SPD sind nur 18 Prozent zufrieden, bei den Grünen 10 Prozent, bei der Linken nur 2 Prozent und bei der AfD gar nur 1 Prozent.
Söder und Wüst im Vergleich: Merz unter Druck
Markus Söder, CSU-Chef, wird von einer klaren Mehrheit der Bundesbürger nicht als besserer Kanzler als Merz angesehen. Nur 25 Prozent halten ihn für geeignet, 70 Prozent nicht. Die Zustimmung für Söder ist naturgemäß in Bayern (41%) und unter CSU-Anhängern (53%) am höchsten.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) schneidet differenzierter ab. 39 Prozent trauen ihm das Kanzleramt eher zu als Merz, 36 Prozent sehen das nicht so. Besonders hoch ist die Zustimmung für Wüst in Nordrhein-Westfalen (60%) und bei den Grünen (56%).




