Wirtschaftliche Ursachen im Kreuzfeuer
Die Gewerkschaften führen hohe Energie‑ und Rohstoffkosten, zu geringe öffentliche Investitionen und die Konkurrenz aus China an. Arbeitgeber sehen dagegen strukturelle Schwächen: steigende Arbeitskosten, schwache private Investitionen, hohe Bürokratie und Fachkräftemangel.
Streit um Reformschwerpunkte
Gewerkschaften wollen das Vollzeitrecht, ein Ende der sachgrundlosen Befristung und mehr Mitbestimmung. Arbeitgeber verlangen Änderungen beim Krankengeld und eine leichte Lockerung des Kündigungsschutzes.
Rente und Steuern – keine Einigkeit
Während die Gewerkschaften ein höheres Rentenalter ablehnen, drängen Arbeitgeber auf Abschaffung von Frühverrentungsprogrammen, Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung und strengere Abschläge bei vorzeitigem Ruhestand. Im Steuerbereich fordert der DGB höhere Belastungen für Spitzenverdiener, die Arbeitgeber hingegen setzen auf Entlastung von Personengesellschaften durch Abschaffung des Solidaritätszuschlags.
Offizieller Ton nach dem Treffen
Bundeskanzler Friedrich Merz beschrieb das Gespräch als „ausgesprochen gut und sehr konstruktiv“ und kündigte an, einzelne Themen weiter zu vertiefen.



