Immunität wird nicht aufgehoben

EU-Parlament stoppt Ermittlungen gegen CSU-Abgeordnete Niebler

EU-Parlament stoppt Ermittlungen gegen CSU-Abgeordnete Niebler

Angelika Niebler (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Das Europäische Parlament hat Ermittlungen wegen möglicher Veruntreuung von Geldern gegen die CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler vorerst gestoppt. Eine Mehrheit der Abgeordneten lehnte die Aufhebung ihrer Immunität ab. Der Kern der Vorwürfe: bezahlte Mitarbeiter für angeblich private Zwecke eingesetzt zu haben. Niebler weist die Anschuldigungen strikt zurück.

Keine Aufhebung der Immunität

Straßburg – Angelika Niebler bleibt vorerst von der Europäischen Staatsanwaltschaft verschont. Eine knappe Mehrheit im EU-Parlament stimmte am Dienstag gegen die Aufhebung der Immunität der CSU-Politikerin. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor die Freigabe beantragt, um Betrugsermittlungen gegen Niebler aufnehmen zu können.

Vorwurf: Mitarbeiter für private Zwecke?

Konkret wirft die Europäische Staatsanwaltschaft Niebler vor, zwischen 2017 und 2025 vom Parlament bezahlte Mitarbeiter für Aufgaben eingesetzt zu haben, die nichts mit ihrer politischen Tätigkeit zu tun hatten. Die Vorwürfe stammen ursprünglich von einer ehemaligen Mitarbeiterin.

Niebler weist Vorwürfe zurück

Angelika Niebler, seit 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments und stellvertretende Vorsitzende der CSU, hat die Anschuldigungen vehement zurückgewiesen. Sie bestreitet kategorisch, Gelder missbräuchlich verwendet zu haben.

Politische Motive im Raum

Der Justizausschuss des EU-Parlaments hatte bereits im Mai empfohlen, die Immunität Nieblers nicht aufzuheben. Als Begründung nannte der Ausschuss, dass die Beschwerden auf einem „direkten politischen Motiv“ beruhen könnten.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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