Dürre und Hitze hinterlassen Spuren

Deutschlands Wälder weiter unter Druck

Deutschlands Wälder weiter unter Druck

Wald (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Situation in deutschen Wäldern bleibt angespannt. Extremwetterereignisse wie jahrelange Trockenheit und Hitzewellen setzen den Bäumen weiterhin stark zu. Die Waldbesitzer fordern von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen für den notwendigen Waldumbau, der durch neue EU-Vorgaben gefährdet sei, so der Präsident der AGDW, Andreas Bitter.

Folgen von Extremwetter belasten den Forst

Die anhaltenden Auswirkungen von Trockenheit und Dürre sind für die deutschen Wälder eine enorme Belastung. Dies bestätigte Andreas Bitter, Präsident des Waldeigentümerverbandes AGDW, im Vorfeld der Vorstellung der diesjährigen Waldzustandserhebung. Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) wird die Ergebnisse an diesem Dienstag präsentieren.

Zwar variiere die Situation je nach Region, doch die Wetterbedingungen der jüngsten Vergangenheit hinterlassen deutliche Spuren. Nach dem Rekord-Wärmejahr 2024 folgte 2025 ein weiteres sehr warmes Jahr mit wenig Niederschlag. Bitter sprach von „schwierigen Witterungsbedingungen“, die ihre Spuren hinterlassen hätten.

Waldumbau gefordert, EU-Verordnung kritisiert

Als Reaktion auf diese Herausforderungen setzen die Waldbesitzer verstärkt auf einen Umbau hin zu klimastabilen und standortgerechten Baumarten. Dies sei eine zwingende Notwendigkeit, so Bitter. Allerdings benötige dieser Prozess verlässliche politische Rahmenbedingungen. Hier sehen die Waldbesitzer die EU-Wiederherstellungsverordnung kritisch.

Bitter bemängelt, dass die Verordnung auf „historischen Leitbildern und Lebensraumtypen“ basiere. „Wälder lassen sich unter den Bedingungen des Klimawandels nicht konservieren wie ein Freilichtmuseum“, kritisierte er deutlich. Eine dringende Überarbeitung der Verordnung sei notwendig, um den Waldumbau nicht zu behindern.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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