Schwesig und Czyborra kritisieren höhere Belastung

SPD-Spitzen gegen Pflege-Reform: „Verschiebung des Problems“

Innerhalb der SPD wächst der Widerstand gegen geplante Änderungen in der Pflegeversicherung. Insbesondere die Idee, den Eigenanteil von Pflegebedürftigen in Heimen zu erhöhen, stößt auf Kritik. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Berlins Gesundheitssenatorin Ina Czyborra werfen der zuständigen Ministerin eine Fehlanrechnung vor, die die Schwächsten weiter belastet.

SPD-Spitzen gegen Pflege-Reform: „Verschiebung des Problems“

Ein leeres Pflegebett in einem Zimmer. Archivbild. Foto: dts Nachrichtenagentur

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Schwesig: „Keine Reform, sondern Verschiebung“

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat die geplante Reform der Pflegeversicherung scharf kritisiert. Gegenüber der „Bild“-Zeitung äußert sie Bedenken, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen statt einer Entlastung eine zusätzliche Belastung für Pflegebedürftige und ihre Familien darstellen würden. „Wer die Erhöhungsstufen bei den Pflegeheimzuschüssen streckt, der hilft den wenigsten“, sagte Schwesig und fügte hinzu, dass dies lediglich zu höheren Zuzahlungen führe.

Die SPD-Politikerin sieht darin keine nachhaltige Lösung: „Das ist keine Reform. Das ist eine Verschiebung des Problems auf Kosten der Schwächsten.“ Sie fordert ein umfassendes Konzept, das alle Ebenen – Bund, Länder, Kommunen – sowie die Pflegeeinrichtungen einbezieht.

Czyborra: Gefahr der Altersarmut

Auch die Berliner Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) teilt die Bedenken. Sie warnt in der „Bild“ davor, dass ein späteres Einsetzen der Zuschüsse zur Pflege im Heim in letzter Konsequenz zu mehr Altersarmut führen könne. „Einfach Leistungen zu streichen, führt uns nicht weiter“, so Czyborra.

Die Kritik richtet sich gegen erste Berichte, die besagen, dass Pflegeheimbewohner künftig bis zu sechs Monate länger die vollen Kosten selbst tragen müssten.

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  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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