Kritik an fehlendem Fahrplan

Grüne attackieren Bundesregierung: „Politisch mutlos“ bei Wohnungslosigkeit

Grüne attackieren Bundesregierung: „Politisch mutlos“ bei Wohnungslosigkeit

Menschen suchen Schutz in Zelten (Archivbild). Obdachlosigkeit bleibt ein drängendes soziales Problem, das die Politik herausfordert. Foto: dts Nachrichtenagentur / Archiv

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Sylvia Rietenberg wirft der Bundesregierung mangelndes Engagement im Kampf gegen Wohnungslosigkeit vor. Zwar sei das Ziel, Obdachlosigkeit bis 2030 zu überwinden, ambitioniert. Doch ein bloßes Ziel reiche nicht aus, um Menschen von der Straße zu holen. Es fehlten ein klarer Zeitplan und klare Zuständigkeiten.

Dringender Appell aus den Reihen der Grünen

Die Wohnungspolitikerin der Grünen, Sylvia Rietenberg, hat deutliche Kritik an der Strategie der Bundesregierung gegen Wohnungslosigkeit geübt. Obwohl das erklärte Ziel, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu beenden, grundsätzlich begrüßt wird, bemängelt Rietenberg einen Mangel an konkreten Umsetzungsschritten. „Ein Ziel allein bringt noch niemanden von der Straße in eine Wohnung“, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Verbindlicher Fahrplan gefordert

Rietenberg fordert einen verbindlichen Fahrplan mit klaren Zuständigkeiten und überprüfbaren Fortschritten. Sie bezieht sich dabei auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage ihrer Fraktion. Das Bauministerium bestätigte zwar die Fortführung des Ziels, die Obdach- und Wohnungslosigkeit bis 2030 zu überwinden. Als zentrale Maßnahme wird der Nationale Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit genannt, ein Strategiepapier von Bund, Ländern, Kommunen und sozialen Trägern.

„Politisch mutlos“

Diese Antwort reiche der Grünen-Politikerin jedoch nicht aus. Rietenberg kritisiert, dass sich der Bund nun vermeintlich hinter fehlenden Zuständigkeiten oder externen Entwicklungen verstecke. Dieses Vorgehen bezeichnet sie als „politisch mutlos“ und als eine unzureichende Reaktion auf die Dringlichkeit des Problems. Die ursprüngliche Idee des Aktionsplans sei eine gemeinsame Verantwortung aller Akteure gewesen, betont sie.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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