Rund 100 Ziele seit Freitag attackiert

Israel schlägt nach Hisbollah-Attacken zurück: Dutzende Ziele im Libanon angegriffen

Israel schlägt nach Hisbollah-Attacken zurück: Dutzende Ziele im Libanon angegriffen

Karte von Israel und Libanon (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die israelische Armee hat am Wochenende schwere Vergeltungsschläge gegen die Hisbollah im Libanon ausgeführt. Nach Angaben aus Jerusalem wurden rund 100 Ziele angegriffen. Grund waren laut Israels Militär Angriffe der Hisbollah auf israelisches Territorium, unter anderem mit Drohnen und Mörsern, trotz eines aktuellen Waffenstillstands. Die Kämpfe weiten sich damit aus.

Escalation im Norden

Seit Freitagabend ist die israelische Luftwaffe im Dauereinsatz. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte wurden dabei etwa 100 Ziele der Hisbollah im Nachbarland Libanon attackiert. Die militärische Reaktion folgt auf eine Serie von Angriffen, die die Hisbollah in den letzten Tagen auf Ziele im Norden Israels verübt haben soll. Darunter waren nach israelischen Angaben feindliche Flugobjekte, Mörsergranaten und Sprengstoffdrohnen, die nahe israelischer Soldaten im Süden des Libanon eingesetzt wurden.

Als direkte Konsequenz dieser Vorfälle seien am Samstag gezielt Beobachtungsposten, kritische Terrorinfrastruktur und ein Waffenlager der Hisbollah attackiert worden. Bereits am Freitag seien bei Luftangriffen Ziele in der Hafenstadt Tyrus im Süden des Libanon getroffen worden.

Waffenruhe bröckelt

Die nun deutliche Eskalation überschattet die erst kürzlich um 45 Tage verlängerte Waffenruhe. Das US-Außenministerium hatte am Freitag die Verlängerung des auf den jüngsten Gaza-Konflikt folgenden Waffenstillstands bekannt gegeben. Die libanesische Hisbollah, die nicht Teil der libanesischen Regierung ist, war an diesen Verhandlungen nicht direkt beteiligt. In den vergangenen Wochen hatte die Organisation jedoch wiederholt Videos von Angriffen auf israelische Soldaten und Militärfahrzeuge veröffentlicht. Dies deutet auf eine anhaltende Feindseligkeit hin, die nun offenbar zu einer militärischen Verschärfung geführt hat.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .