Unsicherheit über Handelsfragen belastet

Börsen in den USA fallen nach Trumps China-Reise

Börsen in den USA fallen nach Trumps China-Reise

New York Stock Exchange (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Anleger an den US-Börsen blicken mit Sorge auf die Ergebnisse von Donald Trumps China-Reise. Angesichts ungelöster Konflikte und aufkeimender Spannungen gaben die wichtigsten Aktienindizes am Freitag kräftig nach. Sorgen um steigende Zinsen und die Energiepreise trugen zur negativen Stimmung bei.

Trump-Besuch ohne klare Ergebnisse

Der Dow Jones Index verlor 1,1 Prozent und schloss bei 49.526 Punkten. Auch die Nasdaq-100 und der S&P 500 zeigten deutliche Verluste von 1,5 beziehungsweise 1,2 Prozent. Die Märkte hatten offenbar mehr Fortschritte bei zentralen Handelsstreitigkeiten erwartet.

Obwohl Trump in Peking freundlich empfangen wurde, blieben wesentliche Klärungen aus. Berichten zufolge wurden Strafzölle gar nicht thematisiert. Stattdessen kochte die Taiwan-Frage wieder hoch: China bekräftigte seine Ansprüche auf die Insel, während Trump den geplanten Verkauf von Militärgütern infrage stellte. Dies löste Sorgen in den zinssensiblen Halbleiter-Märkten aus.

Ölpreis steigt, Gold fällt

Die Unsicherheit über die geopolitische Lage spiegelte sich auch im Ölpreis wider. Einfass Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 3,6 Prozent auf 109,50 US-Dollar. Analysten bewerten dies als Indikator dafür, dass die Märkte offenbar keine Annäherung bei der Öffnung der Straße von Hormus erwarten.

Die spürbar anziehende Inflation nährte zudem Ängste vor einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank. Solche Schritte gelten an den Aktienmärkten traditionell als belastend.

Im Gegensatz zum Ölpreis verzeichnete der Goldpreis einen deutlichen Rückgang. Eine Feinunze wurde am Freitagabend für 4.542 US-Dollar gehandelt, ein Minus von 2,3 Prozent.

Euro unter Druck

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Freitagabend ebenfalls schwächer und gab gegenüber dem US-Dollar nach. Ein Euro war für 1,1624 US-Dollar zu haben.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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