Roloff: Länder frühzeitig einbinden
Bayerns SPD fordert mehr Mitsprache bei Sozialreformen
Bayerns SPD-Chef Sebastian Roloff dringt auf mehr Einbindung der Bundesländer bei der geplanten Sozial- und Steuerreform der Bundesregierung. Er warnt vor Widerstand, wenn die Länder nicht rechtzeitig gehört werden. Auch bei der Soli-Debatte fordert er eine Paketlösung.
Sebastian Roloff (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Länder kritisch bei Reformen
Bayerns SPD-Chef Sebastian Roloff hat die Bundesregierung aufgerufen, die Länder bei den anstehenden Sozial- und Steuerreformen stärker einzubinden. Nur so könne Akzeptanz geschaffen und Widerstände vermieden werden.
„Reform funktioniert nur mit allen Beteiligten – Gewerkschaften, Arbeitgeber, Länder“, sagte der Bundestagsabgeordnete und Wirtschaftspolitiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wer die Länder erst am Ende eines Prozesses einlade, riskiere Widerstand. Das gelte besonders für die geplanten Steuer reformen.
Soli-Abschaffung als Teil einer Lösung
Konkret sprach sich Roloff, der dem linken Flügel der SPD zugeordnet wird, gegen eine pauschale Abschaffung des Solidaritätszuschlags aus. „Den Soli, den heute nur Topverdiener zahlen, einfach abzuschaffen – das ist keine Wirtschaftspolitik“, so Roloff. Er sei jedoch offen für Gespräche, den Soli im Rahmen einer größeren Paketlösung zu behandeln. Als Alleingang oder „Allheilmittel“ sehe er die Abschaffung jedoch nicht.
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Quelle
- (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.
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