Deutlichster Anstieg seit langem

Großhandelspreise schießen in die Höhe – Energie treibt die Kosten

Großhandelspreise schießen in die Höhe – Energie treibt die Kosten

Öltanks (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Im April 2026 sind die Großhandelspreise in Deutschland spürbar gestiegen. Mit einem Plus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat liegt die Teuerung deutlich über den Werten der Vormonate. Als Haupttreiber für diese Entwicklung nennt das Statistische Bundesamt (Destatis) vor allem die gestiegenen Preise für Energieprodukte und Rohstoffe, maßgeblich beeinflusst durch die Konflikte im Nahen Osten.

Energiepreise befeuern Teuerungswelle

Der April 2026 brachte für den deutschen Großhandel einen deutlichen Preisschub. Die Verkaufspreise legten im Vergleich zum Vorjahresmonat um starke 6,3 Prozent zu. Diese Rate übertrifft die bisherigen Anstiege im März (+4,1 Prozent) und Februar (+1,2 Prozent) deutlich. Zuletzt war eine so hohe Preissteigerung im Februar 2023 zu verzeichnen gewesen.

Die Ursachen für diesen rasanten Anstieg liegen laut Destatis zu großen Teilen in den internationalen Verwerfungen. Die Kriegsgeschehen im Iran und im Nahen Osten haben die Preise für Energie und wichtige Rohstoffe stark in die Höhe getrieben. Alleine im Vergleich zum Vormonat März 2026 stiegen die Großhandelspreise im April um 2,0 Prozent.

Mineralölprodukte besonders betroffen

Besonders stark schlägt der Anstieg bei Mineralölerzeugnissen zu Buche. Hier verzeichneten die Statistiker im April 2026 eine Preissteigerung von durchschnittlich 37,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Auch die Preisentwicklung gegenüber März 2026 war mit einem Plus von 12,7 Prozent beachtlich.

Aber auch andere Bereiche tragen zum teuren Einkauf bei. So verteuerten sich Nicht-Eisen-Erze, -Metalle und -Metallhalbzeuge um 40,2 Prozent. Blumen und Pflanzen kosteten im Großhandel 9,3 Prozent mehr, chemische Erzeugnisse 7,3 Prozent. Vereinzelt gab es jedoch auch Preissenkungen. So fielen die Preise für Milchprodukte, Eier und Speiseöle um 7,8 Prozent, Kaffee, Tee und Gewürze wurden 7,5 Prozent günstiger angeboten.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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