Hoffmann verteidigt seine Haltung

Hoffmann verteidigt klare Unterstützung für Wahl der Verfassungsrichterin

Hoffmann verteidigt klare Unterstützung für Wahl der Verfassungsrichterin
Alexander Hoffmann (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
Die Debatte um die Wahl einer Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht hat die Union gespalten. Alexander Hoffmann, CSU-Vorsitzender im Bundestag, verteidigt seine abweichende Haltung. Er betont die Bedeutung von Verlässlichkeit in Koalitionen und erklärt, warum er für die SPD-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf eintrat.
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Vertragstreue als Prinzip

Alexander Hoffmann, Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, hat sein Vorgehen in der umstrittenen Wahl einer Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht verteidigt. Während sich die meisten Unionspolitiker gegen die Nachfolge von Frauke Brosius-Gersdorf stellten, kämpfte Hoffmann bis zuletzt für ihre Wahl. Unionsfraktionschef Jens Spahn hatte die geplante Abstimmung kurz zuvor von der Tagesordnung nehmen lassen. Hoffmann sieht darin eine Frage der Vertragstreue. „Ich glaube, dass Vertragstreue und Verlässlichkeit enorm wichtig sind, wenn eine Koalition erfolgreich sein soll“, erklärte er gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“. Er fügte hinzu: „Ich habe immer gesagt, das ist jetzt nicht meine Kandidatin. Aber im Paket konnte ich erklären, warum ich damals für ihre Wahl eingetreten bin.“

Offene Erklärungen schaffen Glaubwürdigkeit

Auf die Frage, warum er seine Position so deutlich vertrat, anstatt sich bedeckt zu halten, betonte Hoffmann die Notwendigkeit der Transparenz in der Politik: „Ich hätte mich auch wegducken können, das wäre einfacher gewesen. Aber ich finde es sehr wichtig, dass man in der Politik erklärt, was man tut.“ Er räumte ein, dass dies manchmal kraftaufwendig sei und „Angriffsfläche“ biete. Dennoch sei es entscheidend, um Politik glaubwürdig zu machen. Sein Verhältnis zum SPD-Bundestagsfraktionschef Matthias Miersch beschreibt Hoffmann als sehr gut und auf gegenseitigem Vertrauen basierend.

Erfolgreiche Koalitionsarbeit im „Geist von Würzburg“

Der CSU-Landesgruppenchef blickt optimistisch auf die weitere Zusammenarbeit in der Koalition. Er sieht in dem Trio aus sich selbst, Jens Spahn und Matthias Miersch ein funktionierendes Ensemble: „Miersch, Spahn und ich sind ein gutes Dreigestirn. Wir sind zusammengewachsen“. Insbesondere die Klausur der Fraktionsspitzen Ende August in seiner Heimatstadt Würzburg habe eine wichtige Rolle gespielt. Der dort entstandene „Geist von Würzburg“ sei in der Koalition spürbar. An diesem Dienstag beginnt die traditionelle Winterklausur der CSU-Bundestagsabgeordneten in Kloster Seeon, Hoffmann tritt dabei erstmals als Gastgeber auf.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

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