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Krieg, Ungeduld, europäische Antwort

Schwedens Ministerpräsident warnt vor westlicher Ungeduld im Ukrainekrieg

Ulf Kristersson am 19.11.2025, via dts Nachrichtenagentur

Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson warnt vor strategischer Ungeduld des Westens im Ukrainekrieg. Er fordert eine härtere europäische Antwort auf russische Hybridangriffe und kritisiert die frühere Haltung vieler, Putins Drohungen nicht erst genug genommen zu haben. Eine entschlossene finanz- und sicherheitspolitische Reaktion der EU sei unerlässlich.

Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson hat vor einer strategischen Ungeduld des Westens im Ukrainekrieg gewarnt und zu einer härteren europäischen Antwort auf russische Hybridangriffe aufgerufen. „Russland ist nicht schwerer zu lesen als vor dem Überfall. Viele hätten Putin ernster nehmen müssen, gerade in Deutschland. Moskau agitiert direkt und über Stellvertreter, um Unsicherheit zu säen. Im Ukrainekrieg setzt der Kreml auf unsere Ungeduld. Darauf, dass wir sagen: ‚Man kann diesen Krieg nicht gewinnen.‘ Oder: ‚Wir brauchen das Geld fürs Soziale.‘ Er hofft, die Zeit arbeite für ihn – und dass wir eingefrorene russische Vermögenswerte nicht nutzen“, sagte Kristersson dem „Spiegel“.

Als Konsequenz fordert der Regierungschef eine entschlossene finanzpolitische und sicherheitspolitische Antwort der EU: „Die EU sollte russische Vermögen einfrieren und für die Ukraine einsetzen. Zudem müssen wir russische Desinformation im Blick behalten – sie zielt gerade auf sensible Milieus, etwa die russischsprachige Community. Putin setzt darauf, dass Europas Demokratien ungeduldig werden und auseinanderdriften. Dem dürfen wir nicht nachgeben“, sagte der Konservative, der seit 2022 das Land regiert.

Kristersson lobte den Zusammenhalt Europas und der transatlantischen Partner seit Kriegsbeginn: „Europa und die transatlantische Gemeinschaft stehen zusammen. 26 von 27 EU-Staaten unterstützen die Ukraine.“ Zugleich unterschied er zwischen einem „EU-Minus“ wegen Ungarns oft abweichender Haltung und einem „EU-Plus“ aus EU und Partnerstaaten wie Großbritannien, Norwegen und Kanada.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

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