Vapes und Co. im Visier: Illegale Handelswege
Der Schwarzmarkt für Nikotinerzeugnisse wächst – und das größtenteils im Verborgenen. Daten zu diesem dynamischen Segment sind rar, da ein erheblicher Teil des Handels über Onlinebestellungen und Kleinsendungen abgewickelt wird. Dies macht eine genaue statistische Erfassung nahezu unmöglich. Seriöse Hochrechnungen zum tatsächlichen Gesamtmarkt sind daher derzeit nicht möglich.
Zoll im Kampf gegen Vapes: Hohe Kosten
Thomas Liebel, Bundesvorsitzender der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft (BDZ), bestätigt die Realität des illegalen Marktes. „Die Erfahrungen des Zolls mit illegalen E-Zigaretten verdeutlichen exemplarisch die Folgen fehlender Durchsetzbarkeit“, so Liebel. Der hohe Ermittlungs- und Analyseaufwand, lange Lagerzeiten und erhebliche Sicherheitsrisiken durch Lithium-Akkus seien nur einige der Probleme.
Darüber hinaus entstehen hohe Verwahr- und Entsorgungskosten, die letztlich der Steuerzahler trägt. Allein in einem Ermittlungsverfahren der Zollfahndung München beliefen sich die Kosten für die Lagerung und Vernichtung sichergestellter Vapes auf rund 750.000 Euro.
Kritik an Politik: Mehr Verbote = mehr Kriminalität?
Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) sieht die Ursache für die florierende Schattenwirtschaft auch in politischen Fehlentscheidungen. „Der Staat muss sich darauf konzentrieren, die schon heute geltenden Verbote bei E-Zigaretten effektiver durchzusetzen, anstatt ständig über neue Verbote nachzudenken“, mahnt BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke. Solche neuen Regelungen würden oft mangelhaft umgesetzt und befeuerten lediglich den illegalen Handel.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)



