Elf Tage nach dem Biss
Nachdem das Tier am Ostersonntag ausgewildert wurde, informierte die Hamburger Umweltbehörde am Montag über die Entscheidung. Der Wolf wurde mit einem Sender versehen. Das Gebiet, in dem er nun lebt, ist Teil eines länderübergreifenden Wolf-Projekts. Eine intensive Überwachung soll sicherstellen, dass der Vorfall sich nicht wiederholt.
„Auswilderung auf Bewährung“
Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) umschrieb die Situation als eine „Auswilderung auf Bewährung“. Ihr zufolge wird der genaue Standort des Wolfes lückenlos nachverfolgt. Dies soll Jägern ermöglichen, im Ernstfall schnell einzugreifen, sollte sich das Tier erneut Siedlungen nähern. Andere Optionen, wie eine Unterbringung in einem Gehege oder gar eine Tötung des Tieres, waren laut Behörde rechtlich oder praktisch nicht umsetzbar.
Der Zwischenfall im März
Der Vorfall ereignete sich Ende März. Nach mehreren Sichtungen zwischen dem 28. und 30. März geriet der Wolf in Klein Flottbek in eine für ihn offensichtlich stressige Situation. In der Großen Bergstraße biss er dann eine Frau. Nach seiner Sicherung an der Binnenalster brachte man das Tier zunächst in eine Wildtierauffangstation nach Niedersachsen.


