Pluspunkte durch Berlin und Dienstleistung

Wirtschaft: Osten holt auf – aber Sorgen bleiben

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Die ostdeutsche Wirtschaft zeigt im kommenden Jahr leicht positive Wachstumstendenzen. Zwar liegt das erwartete Plus von 0,7 Prozent knapp über dem bundesweiten Schnitt, doch aktuelle Daten und die globale Energiepreisentwicklung werfen Schatten voraus. Experten vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle warnen vor einer Dämpfung, trotz positiver Finanzpolitik.

Osten wächst stärker als Deutschland

Im Jahr 2025 hat die ostdeutsche Wirtschaft mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent die bundesweite Entwicklung um 0,2 Prozent leicht übertroffen. Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent, während bundesweit 0,6 Prozent prognostiziert werden. Die Arbeitslosenquote verharrt demnach bei knapp unter 8 Prozent.

Berlin treibt Wachstum

Schuld an den leicht besseren Zahlen im Osten ist erneut Berlin, das 2025 mit 1,1 Prozent die höchste Wachstumsrate verzeichnen konnte. Auch der Sektor Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation legte in Ostdeutschland stärker zu als im Westen.

Industrie unter Druck

Das Verarbeitende Gewerbe hingegen verzeichnete im Osten einen geringeren Rückgang als bundesweit. Aktuelle Daten lassen jedoch darauf schließen, dass die Industrie nicht mehr besser dasteht als in den westlichen Bundesländern. Die Fachleute des IWH erwarten daher für das laufende Jahr nur noch ein geringfügig stärkeres Wachstum im Osten.

Energiepreise belasten weiterhin

Der Iran-Krieg und die daraus resultierenden Energiepreisschocks werden laut IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller die Wirtschaft im Osten ähnlich stark belasten wie im Westen. Zwar sind energieintensive Branchen im Osten etwas stärker vertreten, doch der höhere Anteil an Dienstleistungen, die weniger von den Preisschwankungen betroffen sind, könnte dies teilweise ausgleichen.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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