Nach SPD-Vorstoß: Potenzielle Entlastung für Verbraucher

CDU-Politiker Radtke für Mehrwertsteuer-Stopp bei Lebensmitteln

Obst im Supermarkt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Dennis Radtke, hat sich offen für eine Streichung der Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel ausgesprochen. Er sieht darin eine "denkbare Form der Entlastung" für Verbraucher und fordert schnelles Handeln von der Bundesregierung. Zuvor hatte die SPD einen ähnlichen Vorschlag gemacht, der jedoch auch auf Kritik stößt.

Radtke gibt SPD-Vorstoß nach

Der CDU-Politiker Dennis Radtke hat sich einem Vorschlag der SPD zur Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel angeschlossen. „Eine Mehrwertsteuer-Senkung bei Grundnahrungsmitteln halte ich für eine denkbare Form der Entlastung“, sagte Radtke laut „Handelsblatt“.

Ziel: Direkte Hilfe

Der Europaabgeordnete betonte, dass Maßnahmen ergriffen werden müssten, die „auch unmittelbar helfen“.

Kritik an Regierung

Mit Blick auf die derzeitige wirtschaftliche Lage und die Folgen internationaler Konflikte kritisierte Radtke das Vorgehen der Bundesregierung als zu zögerlich. „Die Regierung muss jetzt aus dem Gesprächskreismodus raus und handeln“, mahnte er.

SPD will auf Obst, Gemüse & Co. abzielen

Zuvor hatte der Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion, Esra Limbacher, eine Streichung der Mehrwertsteuer für Produkte wie Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch, Brot, Nudeln, Eier und Wasser gefordert. Süßigkeiten und Softdrinks sollten von der Senkung jedoch ausgenommen werden.

Grüne mahnen zur Vorsicht

Der verbraucherpolitische Sprecher der Grünen, Till Steffen, übte Kritik an dem SPD-Vorstoß. Er bezeichnete die Idee als „nie zu Ende gedacht“. Zwar könne man über eine Senkung sprechen, diese dürfe jedoch nicht für Produkte wie „Äpfel aus Südafrika oder Fleisch aus Argentinien“ gelten. Steffen bezweifelte zudem, dass solche Senkungen bei den Verbrauchern ankommen, da sie „nicht weitergegeben“ würden. Stattdessen plädierte er für eine stärkere Kontrolle der Preisgestaltung.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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