Weniger Elterngeldbezieher
Sowohl bei Frauen als auch bei Männern ist die Zahl der Elterngeldbezieher im Jahr 2025 gesunken. Mit 1,19 Millionen Frauen und 417.000 Männern lag die Gesamtzahl 62.000 unter dem Vorjahresniveau. Die rückläufige Tendenz setzt sich damit im vierten Jahr in Folge fort und liegt insgesamt 13,9 Prozent niedriger als noch 2021. Das Statistische Bundesamt (Destatis) führt diese Entwicklung auf den fortwährenden Geburtenrückgang in Deutschland zurück.
Elterngeld Plus auf Rekordjagd
Gleichzeitig verzeichnet das Elterngeld Plus einen neuen Höchststand. Rund 648.000 Bezieher rechneten 2025 mit dieser Variante, was einem Anteil von 40,3 Prozent der Elterngeldempfänger entspricht. Zum Vergleich: 2016, im Gründungsjahr des Elterngeld Plus, entschieden sich nur 20,1 Prozent der Mütter und 8,2 Prozent der Väter dafür. Die Nachfrage steigt stetig an.
Das Elterngeld Plus ist monetär niedriger angesetzt, aber dafür länger auszahlbar. Eine besondere Möglichkeit bietet der Partnerschaftsbonus: Arbeiten beide Elternteile in Teilzeit, können bis zu vier zusätzliche Monate Elterngeld Plus beansprucht werden. Bisher nutzt aber nur ein kleiner Teil von 8,3 Prozent der Elterngeld-Plus-Empfänger diese Option.
Väteranteil stabilisiert sich
Der Anteil der Männer, die Elterngeld beziehen, blieb 2025 mit 25,9 Prozent nahezu konstant auf dem Niveau des Vorjahres. Nachdem der Väteranteil zuvor seit 2015 kontinuierlich gestiegen war, verzeichnete er 2024 erstmals einen leichten Rückgang. Spitzenreiter bei der Väterbeteiligung ist Sachsen mit 30,0 Prozent, gefolgt von Baden-Württemberg (28,0 Prozent) und Bayern (27,6 Prozent). Am schwächsten ist die Beteiligung im Saarland mit 21,0 Prozent.
Frauen beziehen länger
Die durchschnittliche Bezugsdauer von Elterngeld war bei Frauen mit 14,9 Monaten unverändert. Männer planten wie in den Vorjahren deutlich kürzere Phasen ein, durchschnittlich 3,8 Monate.