Ministerin verteidigt geplante Mehrbelastung

Warken gegen Kritik: Zuzahlungen müssen steigen

Warken gegen Kritik: Zuzahlungen müssen steigen

Symbolbild: Pillen und Medikamente, via dts Nachrichtenagentur

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat die angekündigte Erhöhung von Zuzahlungsgrenzen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verteidigt. Angesichts jahrelanger Stagnation und veränderter finanzieller Rahmenbedingungen sei die Anpassung notwendig, betonte sie. Warnungen von Ärzten vor Verschlechterungen bei der Terminvergabe wies Warken zurück.

„Grund zum Nachholen“

Die Belastungen für Patienten sollen steigen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) rechtfertigt diesen Schritt: „Die Höhe der Zuzahlungsgrenzen wurde seit über 20 Jahren nicht angepasst.“ Daher sei die Erhöhung begründbar, sagte sie der „Welt am Sonntag“.

Wohlstand habe sich geändert

Früher habe es für viele Ausgaben ausreichend Geld gegeben. Inzwischen hätten sich die Rahmenbedingungen aber geändert, so Warken. „Deswegen sind wir gezwungen, Dinge anzupassen und möglicherweise auch nachzuholen.“

Ärztekritik: „Drohungen bringen wenig“

Warnungen von Ärzten, dass Patienten nach der GKV-Reform schlechter an Termine kommen, kontert die Ministerin scharf. „Drohungen bringen an der Stelle wenig“, sagte sie. Der Eindruck, Leistungen würden gar nicht mehr vergütet, sei falsch. Ärzte würden weiterhin ihre Bezahlung erhalten, und diese steige sogar jährlich.

Offen für Alternativen – mit Haken

Warken signalisiert Kompromissbereitschaft. „Ich bin bereit, auch Dinge zu ändern“, so die Ministerin. Eine Bedingung bleibt jedoch: „Das Gesamtvolumen des Pakets muss zwingend erhalten bleiben.“ Wenn das gesichert sei, sei sie offen für andere Vorschläge. Der Grundgedanke, dass alle Bereiche ihren Beitrag entsprechend ihrer Ausgaben leisten, solle Bestand haben. Mit ihrem Vorschlag liege man „gut in der Mitte“.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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