Umfrage: Große Unsicherheit bei der Rettung des Ostsee-Wals
Die Deutschen sind gespalten, was die Rettungsversuche für den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee angeht. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, die von RTL und ntv in Auftrag gegeben wurde, zeigt ein knappes Ergebnis: 42 Prozent der Befragten halten die bisherigen Bemühungen für richtig. Fast ebenso viele, nämlich 40 Prozent, lehnen die Interventionen ab. Elf Prozent der Befragten blieben unentschieden.
Jüngere und Frauen eher für Rettung
Auffällig ist, dass besonders Frauen und jüngere Menschen unter 45 Jahren den Rettungsversuchen positiver gegenüberstehen. Sie signalisieren eher Zustimmung zu den laufenden Bemühungen. Bei der Frage, ob die Aktion fortgesetzt werden soll, zeigt sich ein ähnliches Bild, aber mit einer leichten Mehrheit für die Gegenseite: 39 Prozent sprechen sich für eine Fortführung aus, während 45 Prozent dagegen sind. Hier zeichnet sich ab, dass vor allem Männer und ältere Befragte eine weitere Intervention ablehnen.
Wachsenden Leid beenden? Debatte über Optionen
Die Gegner einer weiteren menschlichen Einmischung haben klare Vorstellungen. Eine deutliche Mehrheit von 74 Prozent der Befragten, die gegen eine Fortsetzung der Aktion sind, plädiert dafür, den Wal künftig in Ruhe zu lassen. Interessanterweise sprechen sich 25 Prozent dieser Gruppe dafür aus, das Tier zu töten, um ihm weiteres Leid zu ersparen, eine Meinung, die außerhalb dieser spezifischen Umfragegruppe auf noch stärkere Ablehnung stoßen dürfte.