Ukraine erklärt Feuerpause früher

Waffenruhe in der Ukraine: Kiew zieht nach

Waffenruhe in der Ukraine: Kiew zieht nach

Archivbild: Frontverlauf in der Ukraine. dts Nachrichtenagentur

Russland will am Freitag und Samstag die Waffen schweigen lassen, doch die Ukraine will bereits ab Mittwoch eine Waffenruhe einhalten. Präsident Selenskyj kritisiert, keine offiziellen Signale aus Moskau erhalten zu haben. Die ukrainische Seite betont die Bedeutung menschlichen Lebens über Jahrestagsfeiern.

Selenskyj verkündet Feuerpause

Die Ukraine hat eine Waffenruhe ab Mittwoch, 5. Mai, um Mitternacht angekündigt. Dies teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag mit. Die Entscheidung sei eine Reaktion auf den angekündigten Waffenstillstand Russlands für den 8. und 9. Mai, den sogenannten Tag des Sieges.

Selenskyj betonte, dass die Ukraine dem Schutz menschlichen Lebens höchste Priorität einräume. Er fügte hinzu, dass bis zum Inkrafttreten der ukrainischen Feuerpause noch genügend Zeit bleibt, um deren Wirksamkeit zu gewährleisten. Man erwarte von der russischen Führung nun konkrete Schritte zur Beendigung des Krieges.

Keine Signale aus Moskau

Der Präsident erklärte zudem, dass es trotz anderslautender Meldungen in sozialen Medien keine offiziellen Signale Russlands bezüglich einer Einstellung der Kampfhandlungen gegeben habe. „Bis heute gab es keinen offiziellen Appell an die Ukraine bezüglich der Modalitäten einer Einstellung der Kampfhandlungen, wie sie in russischen sozialen Medien behauptet werden“, sagte Selenskyj.

Russland hatte zuvor über seine Staatsmedien eine einseitige Waffenruhe für den 8. und 9. Mai angekündigt. Laut Militärführung sei dies eine Geste im Gedenken an den Tag des Sieges. Die Entscheidung gehe auf Präsident Wladimir Putin als Oberbefehlshaber zurück.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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