Rückstand trotz neuem Bündnis
Die Grüne Parteivorsitzende Franziska Brantner spart nicht mit Kritik an der aktuellen Bundesregierung. Selbst die neue Koalition bringe es aus ihrer Sicht nicht fertig, die Erwartungen zu erfüllen. Die frühere Ampel-Koalition habe zwar unter internen Querelen gelitten, doch die neue Konstellation sei ebenfalls keine Inspiration für Fortschritt.
Brantner sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert einen Kurswechsel. „Es muss darum gehen: Wie kommen wir gemeinsam wieder vom Abgrund weg?“, so die Grünen-Chefin in der ntv-Sendung „Pinar Atalay“. Sie plädiert dafür, sich nicht von Umfragewerten oder dem sogenannten „Kanzlerbonus“ leiten zu lassen, sondern sich auf die tatsächlichen Herausforderungen für das Land zu konzentrieren. Nur so könne eine positive, gemeinsame Richtung eingeschlagen werden. Die aktuelle Debattenkultur berge die Gefahr, das Vertrauen in die Politik weiter zu beschädigen.
Angebot zur Zusammenarbeit
Gleichzeitig bekräftigte Brantner die Bereitschaft der Grünen, sich konstruktiv einzubringen. „Wir bereiten gute Konzepte vor, die wir der Regierung immer wieder auch mit auf den Weg geben“, erklärte sie. Konkrete Themen wie Staatsmodernisierung, Digitalisierung oder die Verbesserung der Infrastruktur seien Bereiche, in denen die Grünen Unterstützung und sogar Verfassungsänderungen anbieten würden. „Wir helfen, wo es Sinn macht“, betonte Brantner und stellte aber unmissverständlich klar: „Die Regierung zu ersetzen, ist nicht unser Job.“


