Renditeziele gesenkt, Ausfuhren geplant

VW bremst in China – und setzt stärker auf Export

Volkswagen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Volkswagen muss seine ambitionierten Ziele für den chinesischen Markt zurückschrauben. Statt vier Millionen sollen es bis 2030 nur noch 3,2 Millionen verkaufte Fahrzeuge sein. Auch bei der Rendite droppen die Erwartungen. Gleichzeitig plant der Wolfsburger Konzern, China stärker als Exportbasis zu nutzen und die Ausfuhren massiv zu erhöhen.

China-Geschäft enttäuscht

Volks wagens Traum von bis zu vier Millionen verkauften Autos in China bis 2030 ist geplatzt. Der Konzern, auf den der chinesische Markt lange eine Säule der Profitabilität war, korrigiert seine Erwartungen deutlich nach unten. Nur noch 3,2 Millionen Fahrzeuge peilt China-Vorstand Ralf Brandstätter nun an. Die Zeiten zweistelliger Renditen im Reich der Mitte seien vorbei, sagte er dem „Handelsblatt“. Der Markt sei „reifer geworden, der Wettbewerb intensiver“.

Exportoffensive geplant

Stattdessen will Volkswagen China künftig stärker als Exportdrehkreuz nutzen. Bislang verlassen rund 70.000 Fahrzeuge pro Jahr die chinesischen Werke in Richtung Ausland. Bis 2030 sollen es bereits 250.000 sein. Vor allem Südostasien, der Mittlere Osten, Afrika und Südamerika werden als Wachstumsregionen ins Visier genommen. Das Wachstum des chinesischen Automarktes verlangsamt sich zusehends, während heimische Hersteller wie BYD (peilt 1,5 Millionen Exporte bis 2026 an) längst auf weltweite Expansion setzen.

Kapazitäten reduziert

Bereits jetzt hat VW seine Produktionskapazitäten in China um rund 1,5 Millionen Fahrzeuge zurückgefahren. Am Donnerstag will der Konzern im Vorfeld der großen Automobilmesse in Peking seine neue Strategie auf einem Kapitalmarkttag vorstellen. Die deutliche Kurskorrektur unterstreicht die neuen Realitäten auf dem einstigen Boom-Markt.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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