Iran-Krieg dämpft Einkommens- und Anschaffungslaune

Verbraucher blicken pessimistisch in die Zukunft

Menschen in einer Fußgängerzone (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab: Die deutsche Verbraucherstimmung hat infolge des eskalierenden Iran-Kriegs erneut deutlich nachgegeben. Sowohl die Erwartungen an die eigene Einkommensentwicklung als auch die Bereitschaft, Geld auszugeben, sind spürbar gesunken. Experten sehen den niedrigsten Wert seit über einem Jahr.

Lage trübt sich weiter ein

Die Sorgenfalten auf der Stirn der deutschen Verbraucher werden tiefer. Laut aktuellen Erhebungen der GfK und des Instituts NIM hat sich die Konsumlaune im April noch stärker eingetrübt als im Vormonat. Besonders die Aussicht auf das eigene Einkommen lässt die Menschen pessimistisch werden.

Einkommen nur noch Mangelware?

Die Einkommenserwartungen brechen regelrecht ein. Mit einem Minus von satten 18,1 Punkten rutschte der Wert im April auf -24,4 Punkte. Die Experten machen dafür vor allem eine abgekühlte Konjunkturlage und weiter steigende Preise verantwortlich. Die Inflationserwartung spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Sparen angesagt, aber…

Auch die Lust auf größere Anschaffungen ist merklich zurückgegangen. Derweil liegt die Anschaffungsneigung mit -14,4 Punkten auf einem Zwei-Jahres-Tief. Zwar sinkt die Sparneigung leicht auf immer noch hohem Niveau, doch die Zeichen stehen auf Zurückhaltung. Rolf Bürkl vom Institut NIM spricht von einem Rückgang auf -33,3 Punkte – der niedrigste Wert seit Februar 2023.

Deutsche Wirtschaft im Krisenmodus

Hintergrund für die gedämpfte Stimmung scheint auch die geopolitische Lage zu sein. Der anhaltende Konflikt im Iran wirft Schatten auf die Konjunkturaussichten. Die Einschätzung der Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den kommenden zwölf Monaten sinkt weiter. Der entsprechende Indikator fiel auf -13,7 Punkte – ein Niveau, das zuletzt zu Beginn des Ukraine-Kriegs im April 2022 erreicht wurde. Die Sorge wächst, dass sich der zaghafte Aufschwung der Wirtschaft ernsthaft abbremsen könnte, besonders wenn der Konflikt weiter eskaliert und staatliche Maßnahmen ausbleiben.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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