Kritik an SPD-Forderungen nach umfassender Entlastung

Unionspolitiker warnt vor „Vollkaskomentalität“ bei Energiehilfen

Unionspolitiker warnt vor „Vollkaskomentalität“ bei Energiehilfen

Tilman Kuban (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Union übt scharfe Kritik an den Forderungen der SPD nach schnellen und umfassenden Entlastungen angesichts hoher Energiepreise. CDU-Politiker Tilman Kuban beklagt eine "Vollkaskomentalität", bei der der Staat für alle Risiken aufkommen müsse. Angesichts bereits hoher Schulden sei hier mehr Eigenverantwortung gefordert. Auch andere Unionsabgeordnete mahnen Zurückhaltung.

Kritik an Staatsausgaben

Der Unionsfraktion im Bundestag geht die Debatte um staatliche Hilfen wegen der hohen Energiepreise zu weit. „Die Vollkaskomentalität muss ein Ende haben“, forderte Tilman Kuban, Wirtschaftspolitiker der CDU, im Gespräch mit dem „Tagesspiegel“. Der Staat könne nicht alle globalen Risiken abfedern, schon gar nicht bei angespannter Haushaltslage und hoher Verschuldung.

Kuban appellierte an die Eigenverantwortung der Bürger. „Das muss Deutschland wieder lernen.“ Die Vorstellung, bei jeder Krise sofort den Staat zur Kasse zu bitten, müsse überwunden werden.

Keine „Feuerpower“ mehr

Auch Inge Gräßle, CDU-Abgeordnete und Mitglied im Haushaltsausschuss, teilt diese Einschätzung. „Wir haben keine Feuerpower mehr, die Schulden sind schon zu hoch“, sagte sie der Zeitung. Bevor über neue Entlastungspakete gesprochen werden könne, müsse der laufende Haushalt überarbeitet und finanzieller Spielraum geschaffen werden. Andernfalls drohe eine Wiederholung der Fehler der aktuellen Regierung.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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