Europol legt Millionen-Propaganda lahm
Europol hat ein deutliches Signal gegen die Online-Propaganda der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) gesetzt. In einer europaweiten Aktion, an der 19 Länder einschließlich Deutschland und den USA beteiligt waren, wurden rund 14.200 Internetbeiträge identifiziert und bekämpft. Die zuständige EU Internet Referral Unit (EU IRU) koordinierte die Maßnahmen.
Ziel der von Mitte Februar bis Ende April laufenden Operation war es, die Online-Präsenz der IRGC aufzudecken und zu stören. Die Organisation nutzt das Netz intensiv, um ihre Anhängerschaft zu vergrößern, Unterstützer zu rekrutieren und finanzielle Mittel zu beschaffen. Die Propaganda wurde in mehreren Sprachen verbreitet, um eine breite Zielgruppe zu erreichen.
Die Sicherheitsbehörden arbeiteten in synchronisierten Phasen zusammen. Sie sammelten gezielt Informationen, überprüften potenzielle Ziele und meldeten verdächtige Inhalte an die Online-Plattformen. Dies zeigt ein koordiniertes Vorgehen der europäischen Staaten gegen gezielte Desinformation. Die IRGC unterhielt hierfür ein Netzwerk von Hosting-Dienstleistern international.
Die EU hatte die Revolutionsgarde im Februar 2026 offiziell als terroristische Organisation eingestuft. Diese Einstufung ermöglicht es den Mitgliedsstaaten nun, effektiver gegen die Aktivitäten der IRGC und ihrer unterstützenden Strukturen innerhalb der Europäischen Union vorzugehen.
