Baumgart-Ära endet abrupt
Die 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim hat das Ende für Steffen Baumgart als Cheftrainer beim 1. FC Union Berlin besiegelt.
Noch in der Nacht zu Sonntag gab der Bundesligist die Trennung bekannt. Auch die Co-Trainer Danilo de Souza und Kevin McKenna müssen den Verein verlassen. Die sportliche Talfahrt der Köpenicker in der Rückrunde war zu deutlich.
Eta schreibt Geschichte
Die vakante Position des Chefcoaches wird nun von Marie-Louise Eta übernommen. Sie war bereits im November 2023 zur ersten Co-Trainerin des Vereins aufgestiegen, als Urs Fischer entlassen wurde und Marco Grote die Mannschaft interimistisch führte. Nun steht sie an der Spitze der Profimannschaft – ein historischer Moment für die Bundesliga, die erstmals von einer Frau trainiert wird.
Für den Sommer ist eigentlich geplant, dass Eta die Frauenmannschaft von Union übernimmt. Doch die dringende Mission Klassenerhalt in der Bundesliga holt sie nun früher auf die Kommandobrücke der Männer.
„Absolut enttäuschend“ – Heldt fordert Punkte
Geschäftsführer Horst Heldt bezeichnete die bisherige Rückrunde als „absolut enttäuschend“. Mit nur zwei Siegen aus vierzehn Spielen seit der Winterpause sei die Hoffnung auf eine Trendumkehr mit der bisherigen Konstellation verloren gegangen. Die Priorität liege nun klar auf dem Sammeln von Punkten im Kampf um den Ligaverbleib.
Heldt dankte Baumgart und seinem Team für die geleistete Arbeit und wünschte ihnen alles Gute für die Zukunft. Details zur Neubesetzung der U19-Trainerposition sollen in Kürze bekannt gegeben werden.
Eta glaubt an die Mannschaft
Marie-Louise Eta ist sich der Schwierigkeit der Aufgabe bewusst. Der Abstand in der unteren Tabellenhälfte sei noch zu gering, um den Klassenerhalt als gesichert zu betrachten. Sie sei stolz und dankbar für das Vertrauen des Vereins und überzeugt, dass die Mannschaft die nötigen Punkte einfahren wird.