Zeugen gesucht

Ulm‑Riedlingen‑Zug: Reizstoff freigesetzt – Gefahr für Reisende

Polizeifahrzeug mit Blaulicht und digitalem Display.

Foto: Polizei BW

Am Donnerstag, den 14. Mai 2026, hat ein bislang unbekannter Täter im Regionalexpress von Ulm nach Riedlingen einen chemischen Reizstoff versprüht. Zahlreiche Fahrgäste klagten über Husten und Halsschmerzen, bevor der Zug in Riedlingen geräumt und gelüftet wurde. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und sucht Zeugen.

Gegen 15:15 Uhr wurde im Regionalexpress auf der Strecke Ulm–Riedlingen ein unbekannter Reizstoff freigesetzt. Reisende berichteten sofort über Husten, Halsschmerzen und Atembeschwerden.

Der Zug hielt am Bahnhof Riedlingen, wo Mitarbeitende der Deutschen Bahn den Zug evakuierten und die Lüftungsanlagen einschalteten. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Täter bereits beim vorherigen Halt in Blaubeuren den Zug verlassen haben soll.

Die Bundespolizeiinspektion Stuttgart hat ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Sie fordert Zeugen und Betroffene auf, sich zu melden (Tel.: 0711 55049‑1020, E‑Mail: bpoli.stuttgart.oea@polizei.bund.de).

Nach derzeitigem Stand wurden keine schwerwiegenden Verletzungen gemeldet. Der Zugverkehr wurde kurzzeitig unterbrochen, danach jedoch wieder aufgenommen.

Die Polizei prüft weiterhin, wie der Reizstoff in den Zug gelangt ist. Zur Ursache konnte noch nichts gesagt werden.

Quelle
  • Bundespolizeiinspektion Stuttgart

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