Der SC Freiburg hat einen eindrucksvollen Europapokal-Abend hingelegt und den Rückstand aus dem Hinspiel gegen KRC Genk spektakulär wettgemacht. Nach dem 0:1 in Belgien setzte sich die Mannschaft von Julian Schuster im Achtelfinal-Rückspiel mit 5:1 durch und zog damit hochverdient in die nächste Runde ein. Vor heimischer Kulisse im Europa-Park Stadion legten die Breisgauer früh los, mussten zwischenzeitlich aber noch einmal zittern.
Freiburg startet mutig und belohnt sich früh
Von Beginn an war zu spüren, dass Freiburg dieses Spiel an sich reißen wollte. Die Gastgeber liefen Genk früh an, störten den belgischen Klub schon im Aufbau und setzten damit direkt ein klares Zeichen. Schon in der Anfangsphase wirkte der SCF aktiver, präsenter und entschlossener.
In der 19. Minute fiel dann der verdiente Führungstreffer. Nach einem Freistoß von Vincenzo Grifo stieg Matthias Ginter am ersten Pfosten am höchsten und köpfte zum 1:0 ein. Freiburg war jetzt drin im Spiel – und legte nur wenige Minuten später nach.
Nach einer Balleroberung am eigenen Strafraum schaltete der SCF schnell um. Über Ginter und Suzuki landete der Ball schließlich bei Igor Matanović, der am zweiten Pfosten nur noch einschieben musste. Das 2:0 in der 25. Minute war die perfekte Antwort auf das Hinspiel und brachte Freiburg in der Gesamtwertung zunächst wieder nach vorne.
Genk meldet sich zurück – und macht es wieder spannend
Ganz so souverän blieb der Abend aber nicht. Genk brauchte einige Minuten, um ins Spiel zu finden, wurde dann aber gefährlicher. Die Freiburger ließen in dieser Phase etwas nach und bekamen die Partie nicht mehr ganz so sauber kontrolliert.
In der 39. Minute schlugen die Gäste zurück. Freiburg klärte eine Hereingabe nicht konsequent genug, der Ball landete schließlich bei Matte Smets, der aus kurzer Distanz zum 2:1 traf. Damit war in der Addition wieder alles offen.
Kurz vor der Pause hätte Genk sogar beinahe noch einmal nachgelegt. Freiburg wirkte nicht mehr ganz so stabil wie zu Beginn, rettete die knappe Führung aber in die Halbzeit.
Grifo und Suzuki sorgen für die Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel versuchte Genk zunächst, den Druck hochzuhalten. Die Belgier hatten mehr Ballbesitz, fanden aber kaum echte Lösungen gegen die Freiburger Defensive. Und dann zeigte der SCF genau das, was in K.o.-Spielen so wichtig ist: Effizienz.
In der 53. Minute setzte Matanović Genks Abwehrspieler Smets unter Druck und provozierte damit einen schweren Fehler. Der Rückpass landete direkt bei Grifo, der cool blieb und zum 3:1 einschob. Freiburg hatte sich die Kontrolle damit zurückgeholt.
Nur drei Minuten später folgte direkt der nächste Schlag. Nach einem geblockten Genk-Schuss schalteten die Breisgauer blitzschnell um. Johan Manzambi trieb den Ball durchs Mittelfeld, Yuito Suzuki blieb vor dem Tor ganz ruhig und schob zum 4:1 ein. Innerhalb weniger Minuten war aus einem offenen Achtelfinale plötzlich eine klare Angelegenheit geworden.
Eggestein setzt den Schlusspunkt
Genk fand nach diesem Doppelschlag kaum noch zurück in die Partie. Freiburg spielte jetzt mit viel Selbstvertrauen, ließ den Ball sicher laufen und wirkte in den entscheidenden Momenten deutlich frischer und klarer.
In der 79. Minute fiel dann die endgültige Entscheidung. Suzuki setzte sich stark im Mittelfeld durch, trieb den Ball nach vorne und legte quer auf Maximilian Eggestein. Der zog aus rund 16 Metern ab und traf sehenswert zum 5:1 ins linke Eck.
Spätestens jetzt war klar: Freiburg würde sich diesen Abend nicht mehr nehmen lassen.
Ein starker Europapokal-Abend für den SCF
Nach dem schwierigen Hinspiel zeigte der SC Freiburg im Rückspiel die richtige Reaktion. Die Mannschaft war von Beginn an wach, aggressiv und deutlich zielstrebiger. Zwar sorgte der Gegentreffer vor der Pause noch einmal für Spannung, doch nach dem Seitenwechsel spielte Freiburg seine Chancen konsequent aus und ließ keine Zweifel mehr am Weiterkommen.
Besonders stark: Freiburg überzeugte nicht nur mit Tempo und Effizienz, sondern auch mit Mentalität. Nach dem zwischenzeitlichen Rückschlag blieb das Team ruhig, schlug eiskalt zurück und entschied das Achtelfinale am Ende sogar deutlich für sich.
Mit dem 5:1 gegen KRC Genk zieht der SC Freiburg damit eindrucksvoll ins Viertelfinale ein – und darf in Europa weiterträumen.