Japan und Hawaii im Aufwind

Tui verzeichnet nach Golf-Krise Buchungsänderungen: Fernziele auf dem Radar

Foto: TUI Fly (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der größte deutsche Reiseveranstalter Tui registriert als Reaktion auf die Eskalation im Nahen Osten eine Verschiebung im Kundeninteresse. Während traditionelle Winterziele wie Dubai umgebucht werden, verzeichnen Fernregionen wie Japan und Hawaii einen deutlichen Anstieg bei Buchungen. Branchenexperten sehen darin eine vorübergehende Reaktion auf die Unsicherheit.

Neue Reiseziele nach Kriegsausbruch

Der größte deutsche Reiseveranstalter Tui bemerkt erste Auswirkungen der aktuellen geopolitischen Lage auf die Urlaubsplanung seiner Kunden. Nach dem Beginn der Eskalation in der Golfregion zeigen sich erste Verschiebungen im Buchungsverhalten.

Fernweh statt Nahost

„Es gibt zwei Destinationen, die diese Woche erhöhte Buchungen gesehen haben, und unterschiedlicher nicht sein könnten: Japan und Hawaii“, zitiert die „Welt am Sonntag“ einen Konzernsprecher. Diese Entwicklung sei jedoch erst ein erster Hinweis, und es sei noch zu früh, daraus langfristige Trends für das gesamte Jahr abzuleiten.

Dubai-Urlauber verschieben Reisen

Pauschalreisen in die Vereinigten Arabischen Emirate, wie Dubai, laufen bis Ende März ohnehin als reine Winterdestination aus. Die Tui teilt mit, dass Gäste, die ihren ursprünglich für diesen Zeitraum geplanten Dubai-Urlaub nicht mehr antreten können, diesen in den Herbst verschieben. Dann seien die Temperaturen im Nahen und Mittleren Osten wieder angenehmer.

Hoffnung auf schnelle Erholung

Sollte der Konflikt im Iran bald enden, rechnet die deutsche Reisebranche mit einer raschen Rückkehr zum gewohnten Buchungsverhalten für die Golfregion. „Die Erfahrung aus früheren Krisen zeigt: Tourismus ist eine sehr resiliente Branche – sobald Stabilität zurückkehrt, kehrt auch die Reiselust der Menschen zurück“, erklärt Albin Loidl, Präsident des Deutschen Reiseverbandes. Loidl ist optimistisch, dass der Tourismus auch nach dieser Krise seinen Weg zurückfinden wird.

Sommerziele bleiben unbeeindruckt

Eine Beeinträchtigung der Sommerurlaubsziele durch die aktuelle Lage erwartet Loidl nicht. Für den Sommer 2026 stünden die klassischen Mittelmeerziele wie die Türkei, Spanien und Griechenland weiterhin ganz oben auf den Wunschlisten der Deutschen.

(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)