Amphibien vor Schloss Bellevue sind bereits umgezogen

Tierschutz statt Staatsgeschäfte: Frösche ziehen vor Steinmeiers Umzug aus

Tierschutz statt Staatsgeschäfte: Frösche ziehen vor Steinmeiers Umzug aus

Schloss Bellevue (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Während der Bundespräsident noch auf seinen sanierten Amtssitz warten muss, herrscht auf dem Gelände von Schloss Bellevue bereits reger Betrieb – allerdings für die tierischen Bewohner. Etwa 150 Frösche und Molche wurden in den vergangenen Tagen gesetzeskonform in ein neues Zuhause am Hauptbahnhof umgesiedelt. Der Teich macht Platz für die Baustelleneinrichtung des Schlosses.

Amphibien-Akrobatik im Regierungsviertel

Ein ungewöhnlicher Umzug findet derzeit in Berlin statt. Nicht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, dessen Auszug aus dem sanierungsbedürftigen Schloss Bellevue sich verzögert, sondern die kleinen Bewohner des Schlossteichs sind schon in ihr neues Domizil umgezogen. 118 Molche und 39 Frösche haben den Sprung in einen größeren Ersatzteich hinter dem Schloss gewagt.

Bis Mitte April sollen alle Amphibien sicher umgesiedelt sein. Die Maßnahme ist notwendig, da der Teich ab August für die Einrichtung der Baustelleneinrichtung des Schlosses trockengelegt werden muss. Das Schloss Bellevue wird für acht Jahre generalsaniert. Das Ausweichquartier Steinmeiers am Hauptbahnhof konnte wegen des strengen Frosts nicht wie geplant fertiggestellt werden.

Ein spezialisiertes Ingenieurbüro koordiniert die Umsiedlung nach Artenschutzrichtlinien. Die Frösche und Molche werden zur Zeit der Krötenwanderung umgesetzt, die im März begann und noch läuft. Die genauen Kosten für den Amphibien-Umzug nennt das Bundespräsidialamt nicht einzeln. Sie fließen in den Gesamtenposten für „Außenanlagen und Infrastruktur“, der mit 162 Millionen Euro beziffert wird. Darin enthalten sind unter anderem Wege, Sicherheitsanlagen und die Parkanlage.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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