IS-Verdächtige in Sachsen gefasst
Ein Schlag gegen mutmaßliche IS-Anhänger in Sachsen. In einem koordinierten Vorgehen sind am Donnerstag drei Männer festgenommen worden, die Verbindungen zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) haben sollen. Die Festnahmen erfolgten in Chemnitz, Leipzig und Plauen. Das Landeskriminalamt bestätigte die Razzien am Mittag.
Die Beschuldigten sind irakische Staatsbürger. Ihnen wird vorgeworfen, Mitglieder einer terroristischen Vereinigung im Ausland gewesen zu sein. Laut LKA hatten die beiden älteren Männer, 40 und 43 Jahre alt, zwischen 2014 und 2016 als IS-Kämpfer agiert und dafür Geld erhalten. Sie wurden am Mittwoch in Chemnitz und Leipzig durch das Polizeiliche Terrorismus Abwehrzentrum (PTAZ) festgenommen, nachdem das Oberlandesgericht Dresden Haftbefehle erlassen hatte.
Auch ihre Wohnungen wurden durchsucht. Zehn Handys, zwei Laptops, zwei Tablets und diverse Speichermedien wurden beschlagnahmt. Die Auswertung dieser digitalen Spuren steht noch aus.
Der jüngste Verdächtige, ein 26-Jähriger, war bereits am 24. März in Plauen ins Visier der Ermittler geraten. Auch gegen ihn lag ein Haftbefehl des Oberlandesgerichts Dresden vor. Auch bei ihm wurden technische Geräte sichergestellt. Ihm wird eine Tätigkeit als Kämpfer für den IS zwischen Januar 2016 und Mai 2017 vorgeworfen. Die Ermittlungen der Zentralstelle Extremismus Sachsen laufen auf Hochtouren, insbesondere die Auswertung der gesammelten Beweismittel.