Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Terror-Anklage in Berlin: Syrer plante Anschlag auf Juden und „Ungläubige“

Justizgebäude (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Drohungen und Taten: Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 23-jährigen Syrer erhoben. Ihm wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Konkret soll er einen Anschlag auf Juden und "Ungläubige" in der Hauptstadt geplant haben. Es geht zudem um Terrorismusfinanzierung und die Verbreitung von IS-Propaganda.

Islamistischer Anschlag geplant

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin wirft dem jungen Syrer vor, seit März 2025 radikal-islamistisch motiviert einen Anschlag auf Juden und sogenannte „Ungläubige“ geplant zu haben. Die Ermittlungen deuten auf eine konkrete Vorbereitung hin.

Im Internet verschaffte er sich demnach Informationen zum Bau von Spreng- und Brandvorrichtungen. Er soll auch ein Messer sowie möglicherweise geeignete weitere Gegenstände beschafft und damit experimentiert haben.

Messerattacke und Sprengstoffgürtel

Der geplante Angriff sah offenbar eine Kombination aus Messerattacke und einem anschließenden Selbstmordanschlag mit einem Sprengstoffgürtel vor. Dies teilten die zuständigen Behörden am Dienstag mit.

Der Mann, dessen Asylstatus im Januar 2026 entzogen wurde, befindet sich seit seiner Festnahme am 1. November 2025 in Untersuchungshaft. Bei Durchsuchungen wurden damals Beweismittel gesichert, die nun zur Anklageerhebung bei der Staatsschutzkammer des Landgerichts Berlin führten.

Die Taten sollen aus einer gesicherten radikal-islamistischen Gesinnung heraus erfolgt sein. Gegen den Beschuldigten laufen zudem Verfahren wegen Terrorismusfinanzierung und Verbreitung von Propaganda des „Islamischen Staates“.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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