Diese 13 Standorte sind betroffen
Verdi hat die Beschäftigten der SWEG Bus GmbH für Montag und Dienstag, 14. und 15. September 2026, erneut zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen. Nach Angaben des Verkehrsunternehmens müssen Fahrgäste in Weil am Rhein, Müllheim, Endingen, Emmendingen, Lahr, Offenburg, Schutterwald, Kehl, Gammertingen, Wiesloch, Sinsheim, Dörzbach und Lauda-Königshofen mit erheblichen Ausfällen rechnen.
Besonders weitreichend sind die erwarteten Folgen für Schülerinnen und Schüler: Der Schulbusverkehr der SWEG soll an beiden Tagen voraussichtlich vollständig entfallen. Eine Ersatzbeförderung für ausfallende Fahrten kann das Unternehmen nicht anbieten.
Fahrplan-Apps können falsche Verbindungen anzeigen
Die SWEG weist darauf hin, dass Fahrplanauskünfte auf Websites und in Apps sowie digitale Anzeigen an Haltestellen während des Warnstreiks unzutreffend sein können. Beschäftigte der Leitstellen, die Ausfälle in die Systeme einpflegen, können sich ebenfalls am Streik beteiligen.
Betroffene Fahrgäste sollen deshalb möglichst auf andere Verkehrsunternehmen oder Verkehrsmittel ausweichen oder nicht notwendige Fahrten verschieben. Wie viele Verbindungen tatsächlich ausfallen, hängt von der Beteiligung am Warnstreik ab.
Auch Ersatzverkehr zwischen Gammertingen und Sigmaringen gefährdet
Einschränkungen sind außerdem beim Schienenersatzverkehr auf der Zollern-Alb-Bahn 2 zwischen Gammertingen und Sigmaringen möglich. Der reguläre Zugverkehr der SWEG ist nach Unternehmensangaben dagegen nicht vom Streikaufruf betroffen.
Auch die Busverkehre der Tochtergesellschaften SWEG Bus Schwetzingen, SWEG Bus Rheinmünster, SWEG Bus Pforzheim, SWEG Bus Karlsruhe und SWEG Bus Tübingen sowie der NVW Nahverkehr Mittelbaden Walz sollen nicht betroffen sein.
Tarifkonflikt und Folgen von Ausschreibungen
Nach Darstellung der SWEG steht der Warnstreik zum einen im Zusammenhang mit dem Ende August ausgelaufenen Eisenbahn-Tarifvertrag. Darüber verhandelt Verdi mit dem Arbeitgeberverband Deutsche Eisenbahnen. Zum anderen geht es um mögliche Folgen von Ausschreibungen im Busverkehr.
Die SWEG bezeichnet den erneuten Streikaufruf zum Schulbeginn als unverhältnismäßig. Zu den konkreten Forderungen und der Begründung der Gewerkschaft enthält die vorliegende Unternehmensmitteilung keine vollständige Darstellung.




