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Verkehrshinweis

Bundeswehrübung „Badischer Sturm“: Militärkolonnen fahren durch Baden-Württemberg

Zwischen dem 14. und 25. September sind in mehreren Regionen Baden-Württembergs Militärkolonnen unterwegs. Die Bundeswehr warnt vor möglichen Einschränkungen und nennt wichtige Abstandsregeln.

Bundeswehrübung „Badischer Sturm“: Militärkolonnen fahren durch Baden-Württemberg
Soldaten der ABC-Abwehrtruppe desinfizieren Fahrzeuge während der Übung „Grand Eagle 2“ auf dem Truppenübungsplatz Pabrade in Litauen.
Bundeswehr/Till Hey

Übungszentrum liegt in Bruchsal

Das ABC-Abwehrregiment 750 „BADEN“ führt vom 14. bis 25. September 2026 die militärische Übung „Badischer Sturm“ durch. Das Zentrum der Übung liegt in Bruchsal. Der großräumige Übungsraum reicht nach Angaben der Bundeswehr von Saarbrücken über Idar-Oberstein, Darmstadt und Würzburg bis nach Ulm, Tübingen und Offenburg.

Damit sind auch mehrere Regionen Baden-Württembergs unmittelbar betroffen. Wo und wann die Truppe im Einzelnen unterwegs sein wird, veröffentlicht die Bundeswehr aus Gründen der militärischen Sicherheit nicht vorab.

Mehr Militärfahrzeuge auf öffentlichen Straßen

Bei „Badischer Sturm“ handelt es sich um eine sogenannte freilaufende Übung. Die Soldaten trainieren dabei nicht ausschließlich auf abgesperrten Truppenübungsplätzen, sondern auch im öffentlichen Raum. Deshalb muss während des Übungszeitraums mit einem erhöhten Aufkommen militärischer Fahrzeuge im Straßenverkehr gerechnet werden.

Die Fahrzeuge können in Marschgruppen und mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs sein. Dadurch sind zeitweise Behinderungen möglich. Die Bundeswehr bittet die Bevölkerung um Verständnis für Einschränkungen, ohne konkrete Straßen oder Zeitfenster zu nennen.

Nicht zwischen die Kolonnen fahren

Für andere Verkehrsteilnehmer gelten bei Begegnungen mit Militärkolonnen besondere Vorsichtsregeln. Die Bundeswehr empfiehlt, ausreichend Abstand zu halten und nicht zwischen einzelne Fahrzeuge einer Marschgruppe zu fahren. Zudem sollte wegen der geringeren Geschwindigkeit und der Abmessungen vieler Militärfahrzeuge besonders aufmerksam gefahren werden.

Geschlossene Verbände können verkehrsrechtlich als ein zusammengehörendes Fahrzeug gelten. Entscheidend sind jedoch immer die konkrete Kennzeichnung, die Verkehrslage sowie die Anweisungen von Polizei oder Bundeswehrkräften vor Ort.

ABC-Abwehr trainiert für atomare, biologische und chemische Gefahren

Während der Übung trainieren die beteiligten Einheiten den Umgang mit atomaren, biologischen und chemischen Gefahren. Dazu gehören die ABC-Abwehrberatung, die Aufklärung möglicher Kampf- und Gefahrstoffe sowie die Dekontamination nach einem ABC-Ereignis.

Das Regiment bezeichnet die Übung als Höhepunkt seiner diesjährigen Ausbildung. Ziel sei es, die beteiligten Kompanien unter realitätsnahen und anspruchsvollen Bedingungen zu beüben und ihre Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten.

Übung ist nicht öffentlich zugänglich

„Badischer Sturm“ ist nicht als öffentliche Veranstaltung angelegt. Die Bundeswehr bittet darum, die Übungsorte nicht aufzusuchen und von Besuchen abzusehen. Auch genaue Angaben zu Bewegungen und Einsatzorten sollen vorab nicht bekannt gegeben werden.

Die angekündigte Übung betrifft neben Baden-Württemberg auch Teile des Saarlands, von Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern. Für den Südwesten sind insbesondere Bruchsal, Ulm, Tübingen und Offenburg als Punkte im Übungsraum genannt.

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