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Schuljahr 2026/2027

Schulstart in Baden-Württemberg: 5.050 Stellen besetzt – trotzdem bleiben Engpässe

Baden-Württemberg hat zum Schuljahr 2026/2027 rund 5.050 Stellen besetzt. Trotzdem bleibt die Unterrichtsversorgung angespannt – besonders in der Sonderpädagogik.

Schulstart in Baden-Württemberg: 5.050 Stellen besetzt – trotzdem bleiben Engpässe
Symbolbild: Lehrerin mit Schülerinnen und Schülern in einem Klassenzimmer.
Verena Müller

Mehr als 5.000 Einstellungen vor dem neuen Schuljahr

Bis zum 28. August 2026 wurden an den Schulen in Baden-Württemberg rund 5.050 Stellen besetzt. Das sind gut 100 mehr als zum Schuljahresbeginn 2025. Die Einstellungsverfahren für das Schuljahr 2026/2027 laufen noch bis zum 30. September.

Dennoch bleibt die Unterrichtsversorgung angespannt. Landesweit sind nach Angaben des Kultusministeriums bei den wissenschaftlichen Lehrämtern noch etwa 100 Stellen offen, bei den Fachlehrkräften rund 320. In erheblichem Umfang werden weiterhin auch Personen ohne Lehramtsbefähigung eingesetzt. Besonders schwierig ist die Lage an den sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren.

Bis zu 18.000 Kinder erhalten Sprachförderung

Das Sprachförderprogramm SprachFit wird zum neuen Schuljahr deutlich ausgebaut. Die Zahl der Fördergruppen im Jahr vor der Einschulung soll von 981 auf bis zu 2.000 steigen. Damit können nach Angaben des Landes bis zu 18.000 Kinder mit festgestelltem Förderbedarf erreicht werden.

Zusätzlich starten rund 280 Juniorklassen für ungefähr 4.000 schulpflichtige Kinder. Sie sollen vor dem Eintritt in die erste Klasse grundlegende sprachliche und weitere Vorläuferfertigkeiten stärken. Für SprachFit standen 650 Stellen zur Verfügung; davon waren zuletzt noch 90 unbesetzt.

Neue Fächer und Angebote im Schuljahr 2026/2027

In der ersten Klasse werden zusätzliche Sprachförderstunden sowie eine digitale Mathematik-Kartei verbindlich eingeführt. In Klasse 2 werden die Mathematik-Lernbänder ausgebaut.

An Haupt-, Werkreal-, Real- und Gemeinschaftsschulen beginnt in den Klassen 7 bis 9 das projektorientierte Vorhaben „Engagement und Verantwortung“. Außerdem wird „Informatik und Medienbildung“ dort erstmals in Klasse 7 unterrichtet. Am Gymnasium wächst das neue Fach ebenfalls in die siebte Klasse hinein; zugleich sind große Teile der Bildungspläne für das neue G9 in Kraft.

Schülerzahlen steigen an vielen Schularten

An den öffentlichen Grundschulen wird für das neue Schuljahr mit etwa 5.000 zusätzlichen Schülerinnen und Schülern gerechnet. Bei Gemeinschaftsschulen erwartet das Land ein Plus von rund 2.000, bei Realschulen etwa 4.000. An Gymnasien wird dagegen wegen geringerer Übergangsquoten mit ungefähr 2.000 Schülerinnen und Schülern weniger gerechnet.

Im zentralen Listenverfahren lehnten 107 von 787 Bewerberinnen und Bewerbern ein Einstellungsangebot ab. Das entspricht 13,6 Prozent. Gleichzeitig gibt es wegen der G9-Umstellung in einzelnen Fächern einen zeitweisen Überhang an Gymnasiallehrkräften, während andere Schularten weiter Personal suchen.

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