E-Mobilität im Wohnzimmer
Wer heute durch deutsche Städte fährt, sieht sie allerorten: E-Scooter. Doch das Bild prägt sich zunehmend auch in den heimischen Garagen und Kellern ein. Waren sie einst primär als Leihgeräte in urbanen Zentren bekannt, haben sich E-Tretroller längst als beliebtes Fortbewegungsmittel für den Eigengebrauch etabliert. Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete für das Jahr 2023 insgesamt 1,4 Millionen E-Scooter in Privathaushalten. Das entspricht einem Anteil von fast drei Prozent aller deutschen Haushalte, bei denen mindestens ein solcher steuer- und führerscheinfreier Elektro-Tretroller vorhanden ist.
E-Bikes: Der klare Spitzenreiter
Noch deutlich bedeutsamer für die E-Mobilität auf zwei Rädern sind jedoch die E-Bikes. Mit einem beeindruckenden Wert von 12,2 Millionen Stück in Privathaushalten im vergangenen Jahr übertrafen sie die Zahl der E-Scooter um ein Vielfaches. Fast jedes fünfte deutsche Haushalt (20,6 Prozent) besitzt mittlerweile mindestens ein E-Bike, auch bekannt als Pedelec. Diese zulassungsfreien Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung sind zu einem festen Bestandteil des Mobilitätsrepertoires vieler Bundesbürger geworden.
Rasantes Wachstum in nur wenigen Jahren
Die Entwicklung ist bemerkenswert: Innerhalb von nur fünf Jahren hat sich die Zahl der E-Bikes in deutschen Haushalten nahezu verdreifacht. Im Jahr 2018 waren es noch 3,8 Millionen Stück, verteilt auf nur sieben Prozent der Haushalte. Die Datenlage für E-Scooter aus dem Jahr 2018 gibt es noch nicht, da sie erst seit 2019 für den Straßenverkehr zugelassen sind. Insgesamt zählt Deutschland im Jahr 2023 rund 74,9 Millionen Fahrräder, ob mit oder ohne Elektroantrieb. Fast jeder vierte dieser Räder ist dabei ein E-Bike.
(Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt)

