Starmer will Labour umbauen
Keir Starmer hat eine klare Haltung: Er wird Premierminister bleiben. „Ich werde das Amt des Premierministers nicht aufgeben“, sagte er am Montag in London.
Die jüngste Niederlage seiner Labour-Partei bei den Kommunalwahlen sei „sehr hart“ gewesen, räumte Starmer ein. „Ich verstehe das, ich spüre es und ich übernehme die Verantwortung.“ Doch seine Verantwortung gehe weiter, so Starmer. Es gehe darum, einen Plan zu erklären, „wie wir als politische und wahlpolitische Kraft in den kommenden Monaten und Jahren besser werden und bessere Arbeit leisten werden.“
Näher an die EU?
In seiner mit Spannung erwarteten Rede schloss Starmer eine Annäherung an den EU-Binnenmarkt oder die Zollunion nicht aus. „Ich will im Sommer mit dem EU-Großbritannien-Gipfel einen großen Schritt nach vorne machen.“ Ziel sei es, beide Seiten in Handel, Wirtschaft, Verteidigung und Sicherheit „näher zusammenzubringen“. Erappelierte, „Auseinandersetzungen der Vergangenheit den Rücken zu kehren“ und „gemeinsam nach vorne zu blicken“.
Labour hatte in der vergangenen Woche fast 1.500 Mandate verloren, viele davon an die rechtspopulistische Partei Reform UK. Starmer steht zudem im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre unter Druck, lehnt aber weiterhin einen vorzeitigen Rückzug kategorisch ab.

