SPD: Digitale Zeiterfassung ist Grundvoraussetzung
Die Sozialdemokraten sind grundsätzlich offen für mehr Flexibilität bei der Arbeitszeitgestaltung. Diese Flexibilität dürfe jedoch nicht zulasten der Beschäftigten gehen, sagte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf in einem Interview mit dem Magazin „Stern“. Konkret macht die Partei die Einführung einer wöchentlichen statt einer täglichen Höchstarbeitszeit von der verbindlichen digitalen Erfassung der Arbeitszeiten abhängig. „Wenn es in Richtung einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit gehen soll, dann müssen wir das zudem in Kombination mit der digitalen Zeiterfassung diskutieren“, forderte Klüssendorf.
Die Forderung der SPD unterstreicht die Bedeutung der digitalen Zeiterfassung für die Absicherung von Arbeitnehmerrechten. Klüssendorf machte deutlich, dass für ihn beide Themen zwingend zusammengehören: „Das eine geht nicht ohne das andere.“
Koalitionsvertrag sieht Regelungen vor
Bereits im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und SPD vereinbart, die Möglichkeit einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit zu schaffen. Gleichzeitig wurde die Verpflichtung zur elektronischen Erfassung von Arbeitszeiten als unbürokratische Regelung vereinbart, mit Übergangsfristen für kleine und mittlere Unternehmen.
Die digitale Zeiterfassung diene nicht nur der Umsetzung einer EU-Vorgabe, sondern stärkt laut Klüssendorf auch die Position der Arbeitnehmer gegenüber den Arbeitgebern. Sie schütze vor möglichen „Alleingängen der Arbeitgeber“. Die SPD fordert nun, diese Verpflichtung „endlich anzugehen“.
