Wiese betont Verlässlichkeit

SPD kontert Merz: Gesetzliche Rente mehr als nur „Basis“

Ein Schild mit der Aufschrift "Gesetzliche Rente" vor einem Bundestagsgebäude. Archivbild, via dts Nachrichtenagentur

SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dirk Wiese stellt sich entschieden gegen die Ansicht von CDU-Chef Friedrich Merz, die gesetzliche Rente künftig nur noch als rudimentäre Absicherung zu betrachten. Wiese betont die Bedeutung der gesetzlichen Rentenversicherung als verlässliche Säule für Millionen Bürger, die über Jahrzehnte hart erarbeitet wurde. Er signalisiert aber auch Offenheit für Weiterentwicklungen und ergänzende Modelle.

SPD verteidigt Rentenversicherung

Friedrich Merz hat die gesetzliche Rente als bloße Basisabsicherung deklariert. Diese Sichtweise weist Dirk Wiese, parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, vehement zurück. „Auf die gesetzliche Rente muss man sich verlassen können“, sagte Wiese gegenüber RTL und ntv. Er betonte, dass die Rentenversicherung für viele Menschen im Land die entscheidende Absicherung darstelle.

Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung seien hart erarbeitetes Einkommen. „Das kann nicht nur eine Basisabsicherung sein“, so der SPD-Politiker weiter. „Auf die gesetzliche Rentenversicherung muss man sich verlassen.“

Offenheit für Reformen

Gleichzeitig zeigte sich Wiese offen für die Weiterentwicklung des deutschen Rentensystems. Die kürzlich auf den Weg gebrachte Reform der Riester-Rente und die damit verbundene neue private, kapitalgedeckte Altersversicherung nannte er ein „richtig und wichtiges Modell“.

Auch die Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge sei ein desideratum. „Ich bin sehr dafür, dass Bundestagsabgeordnete einzahlen“, warb Wiese zudem für eine breitere Einzahlerbasis. Er verwies auch auf „mutige Modelle“ in Nachbarländern wie Österreich und den Niederlanden, die man sich ansehen könne.

Rentenkommission am Zug

Die genauen Eckpunkte möglicher Reformen werden derzeit in einer von der Koalition eingesetzten Rentenkommission erarbeitet. Deren Ergebnisse werden für den 30. Juni erwartet. „Es ist gut, diese Kommission jetzt die Arbeit machen zu lassen und sich dann über die Ergebnisse zu beugen“, erklärte Wiese abschließend.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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