DRK-Präsident schlägt Alarm vor Geberkonferenz

Rotes Kreuz warnt: Sudan-Situation „eine der schlimmsten weltweit“

Rotes Kreuz warnt: Sudan-Situation „eine der schlimmsten weltweit“

Hermann Gröhe, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (Archivbild). Foto: dts Nachrichtenagentur

Wenige Tage vor der wichtigen Geberkonferenz in Berlin schlägt das Deutsche Rote Kreuz Alarm. "Die humanitäre Lage in Sudan ist eine der schlimmsten weltweit und das seit mehreren Jahren", so DRK-Präsident Hermann Gröhe über das unvorstellbare Leid im Land. 33 Millionen Menschen sind auf Hilfe angewiesen, 13 Millionen auf der Flucht.

Appell vor Konferenz: „Mehr Unterstützung ist dringend erforderlich“

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, hat im Vorfeld der Sudan-Geberkonferenz am Mittwoch in Berlin ein düsteres Bild der humanitären Katastrophe gezeichnet. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sprach Gröhe von unvorstellbarem Leid, das die DRK-Schwesterorganisation vor Ort berichtet. „Die Menschen in Sudan brauchen nicht nur mehr Aufmerksamkeit sowie Schutz und Sicherheit. Auch mehr Unterstützung ist dringend erforderlich“, mahnt der DRK-Präsident.

Besorgt zeigte sich Gröhe über mögliche Kürzungen bei der humanitären Hilfe der Bundesregierung. „Deshalb bedauern wir es sehr, wenn uns die Halbierung der Mittel im Bundeshaushalt für humanitäre Hilfe sogar dazu zwingt, unsere Hilfe auch in diesem so krisengeplagten Land zurückzufahren.“

Folgen des Konflikts seit drei Jahren spürbar

Seit nunmehr drei Jahren wütet der Konflikt im Sudan. Laut einer Erklärung des DRK sind dessen verheerende Folgen nahezu überall im Land sichtbar und spürbar. Die Arbeit des Roten Kreuzes erfolgt in enger Kooperation mit dem Sudanesischen Roten Halbmond (SRH). Die Helfer konnten bereits 8,3 Millionen Menschen mit Nothilfe erreichen. Doch der Bedarf ist immens: Es mangelt an essenziellen Dingen wie ausreichender Gesundheitsversorgung, Notunterkünften, sauberem Wasser und Nahrungsmitteln.

Die humanitäre Krise fordert auch menschliche Opfer unter den Helfern. Seit Beginn des Konflikts sind bereits 22 Mitarbeiter des SRH ums Leben gekommen, heißt es in der Mitteilung des DRK.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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