Reutlingen (ots) – Das Polizeipräsidium Reutlingen verzeichnet für das Jahr 2025 einen positiven Trend bei der Kriminalitätsentwicklung. Insgesamt wurden 50.330 Straftaten registriert, was einem Rückgang von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dieser Rückgang ist vor allem auf sinkende Fallzahlen bei Diebstahls- und Betrugsdelikten zurückzuführen.
Besonders erfreulich ist die gestiegene Aufklärungsquote, die mit 65 Prozent einen neuen Rekordwert seit Bestehen des Polizeipräsidiums darstellt. Damit liegt sie über dem Landesdurchschnitt von 62,5 Prozent.
Die Kriminalitätsbelastung pro 100.000 Einwohner sank auf 4.004 Fälle und liegt damit ebenfalls unter dem landesweiten Durchschnitt. Bei den Straftaten gegen das Leben gab es einen leichten Anstieg auf 48 Fälle, die Aufklärungsquote lag hier bei 93,8 Prozent.
Die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle nahm um 14,8 Prozent zu, bewegt sich aber noch immer auf einem deutlich niedrigeren Niveau als im Jahr 2015. Die Polizei rät hier zu technischem Einbruchschutz und bietet kostenlose Beratungen an.
Gewaltkriminalität verzeichnete einen Rückgang von 2,8 Prozent. Jedoch stiegen Straftaten im öffentlichen Raum um 5,7 Prozent an. Die Zahl der Angriffe mit einem Messer erhöhte sich auf 328 Fälle.
Die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stiegen um 9,6 Prozent, was unter anderem auf die Verbreitung pornografischer Schriften zurückzuführen ist. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich verbesserte sich auf 89,2 Prozent.
Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten gab es einen Rückgang von 12,4 Prozent, insbesondere bei Betrugsdelikten. Cybercrime-Fälle sind im Inland deutlich gesunken, verlagerten sich aber verstärkt ins Ausland.
Die Auswirkungen des Cannabisgesetzes führten zu komplexeren Ermittlungen bei der Rauschgiftkriminalität.
Der vollständige Kriminalitätsbericht 2025 steht auf der Homepage des Polizeipräsidiums Reutlingen zur Verfügung.

