In Rust wird Barrierefreiheit zum Standard: Das Resort optimiert kontinuierlich den Zugang zu Fahrgeschäften, Shows und Unterkünften für Menschen mit Handicap.
Liftfahrt zum First Drop
Action und Adrenalin sollen keine Hürden kennen. In den letzten Jahren hat das Resort etliche Klassiker umgerüstet. Wo früher nur Treppen zum Einstieg führten, sorgen heute moderne Aufzüge für freien Zugang. Das betrifft prominente Anlagen wie die Stahlachterbahn „Silver Star“, die „Schweizer Bobbahn“ und die Familienachterbahn „Pegasus“.
Auch Menschen mit Sehbehinderungen profitieren von der technischen Aufrüstung. In Zusammenarbeit mit dem TÜV Süd und gestützt auf wissenschaftliche Studien wurde erreicht, dass mittlerweile alle Fahrgeschäfte für sehbehinderte Gäste zugänglich sind. Der Park betont jedoch, dass in bestimmten Fällen eine Begleitperson empfohlen wird.
Die „Grüne Karte“ spart Wartezeit
Ein zentraler Aspekt für einen entspannten Besuch ist die Vermeidung langer Schlangen. Wer einen Schwerbehindertenausweis oder einen Autismus-Pass besitzt, nutzt oft gesonderte Zugänge. Besonders effektiv ist die sogenannte „Grüne Karte“.
Nach Vorlage des Ausweises an der Information am Turm erhalten Berechtigte dieses Dokument. Damit können sechs Attraktionen zusammen mit bis zu vier Begleitpersonen genutzt werden. Vor Ort wird die Karte einfach beim Personal vorgezeigt und entwertet – so bleibt mehr Zeit für das eigentliche Erlebnis.
Wasser-Rollstühle in Rulantica
In der Wasserwelt Rulantica setzt sich der Inklusionsgedanke fort. Viele Bereiche wie der „Surf Fjørd“ oder der Strömungskanal „Snorri’s Saga“ sind über flache Rampen zugänglich.
Ein kostenloser Service erleichtert den Aufenthalt: Der Park stellt spezielle Wasser-Rollstühle zum Verleih bereit. Diese sind für das Befahren der Wege und – je nach Konstitution des Gastes – sogar für das Betreten der Wasserbecken geeignet. Der private Rollstuhl wartet währenddessen sicher verstaut in einem speziellen Depot.

Transportmittel im Check
Nicht jedes Transportmittel im Park ist für jeden geeignet. Während die Monorail-Bahn für Rollstuhlfahrer leider nicht nutzbar ist, bietet der „EP-Express“ eine komfortable Lösung: Im hintersten Abteil ist ein rollstuhlgerechter Ein- und Ausstieg integriert, der Platz für zwei Rollstühle bietet.
Auch die Panoramabahn verfügt über Züge mit entsprechenden Abteilen. Wer zwischendurch eine Pause vom Trubel benötigt, findet im Historischen Schlosspark Balthasar barrierefreie Rückzugsorte und zahlreiche Sitzgelegenheiten in allen Themenbereichen.

Besondere Pflege und neue Lodges
Für Gäste mit hohem Pflegebedarf gibt es eine spezielle „Toilette für alle“ am Haupteingang. Auf zehn Quadratmetern finden Besucher dort eine höhenverstellbare Liege und einen Personenlifter. Dies ergänzt das Netz an regulären rollstuhlgerechten Sanitäreinrichtungen im gesamten Resort.
Auch bei den Übernachtungen gibt es Neuigkeiten. Alle sechs parkeigenen Hotels bieten bereits behindertenfreundliche Zimmer an. Ab dem 18. Juni 2026 erweitert die neue „Riverside Western Lodge“ in der Silver Lake City das Angebot um weitere Zimmer mit breiteren Türen und ein vollumfänglich rollstuhlgerechtes Zimmer.
Service für die Reiseplanung
Wer Unterstützung bei der Anreise benötigt, kann auf den Park zählen: Für Rollstuhlfahrer, die mit der Bahn kommen, übernimmt das Resort die Reservierung eines passenden Taxis. Alle Hoteleingänge verfügen über automatische Schiebetüren mit einer Mindestbreite von 90 Zentimetern.
Detailliertes Material und Leitfäden stellt der Park online zur Verfügung. Das Ziel ist klar: Das Erlebnis-Resort soll ein Ort sein, an dem Inklusion nicht nur ein Begriff ist, sondern durch Technik und Service aktiv gelebt wird. Auf den Infotafeln direkt am Eingang der Attraktionen stehen ebenfalls Hinweise zur Nutzbarkeit. Zudem gibt es an der Information am Turm im französischen Themenbereich und am Haupteingang weiterführende Auskunft.

