CDU-Minister sieht Sicherheitsrisiko

Reul warnt vor AfD an der Macht in Sachsen-Anhalt

Herbert Reul (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) äußert deutliche Bedenken hinsichtlich einer möglichen Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt. In einem Interview betonte Reul, dass die Partei aufgrund ihrer rechtsextremen Tendenzen und russlandfreundlichen Haltung ein erhebliches Risiko für die innere und äußere Sicherheit darstelle.

Sorge vor Koalition mit der AfD

Herbert Reul, Innenminister von Nordrhein-Westfalen, blickt mit Sorge auf die politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt. Besonders die Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung der AfD bereitet ihm Unbehagen. Laut einem Bericht des „Handelsblatts“ bezeichnete Reul die Partei als „erhebliches Risiko für die innere und äußere Sicherheit“.

Russland-Nähe als Gefahr

Der CDU-Politiker begründet seine Einschätzung mit der Haltung der AfD. Teile der Partei pflegten rechtsextreme Gedanken, zudem positioniere sich die Partei offen russlandfreundlich. In einer Zeit, in der Russland durch Spionage und hybride Angriffe die deutsche Sicherheit gefährde, sei eine solche Nähe eine „sicherheitspolitische Risikofaktor“ für Deutschland.

Die Wirkung der Wahl

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Herbst sieht Reul als weiteren wichtigen Stimmungstest für die politische Landschaft. Er appellierte an die Wähler, ihre Entscheidung sorgfältig abzuwägen und sich der Tragweite ihrer Stimme bewusst zu sein. „Einfache Antworten sind keine guten Lösungen für komplizierte Probleme“, so Reul.

Umfragen sehen AfD vorn

Aktuelle Umfragen zeichnen ein deutliches Bild für Sachsen-Anhalt. Laut einer Erhebung von Infratest liegt die AfD mit 41 Prozent klar vor der CDU, die auf 26 Prozent kommt. Im September dieses Jahres wird in dem Bundesland ein neuer Landtag gewählt. Derzeit wird Sachsen-Anhalt von einer Koalition aus CDU, SPD und FDP regiert.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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