SPD gegen Ausgabenbremse

Proteste gegen Gesundheitskürzungen

Proteste gegen Gesundheitskürzungen

Blick vom Zahnarzt-Patientenstuhl (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf lehnt Debatten über Leistungskürzungen im Gesundheitswesen strikt ab. Er betont die Notwendigkeit einer solidarischen Finanzierung, um Beitragssteigerungen für Bürger zu vermeiden und die Abhängigkeit von Millionen Menschen von Leistungen wie der Pflege zu berücksichtigen. Die SPD setze auf ein gerechteres und effizienteres System und prüft neue Finanzierungsmodelle.

Klüssendorf warnt vor sozialen Härten

Die Diskussionen über Einschnitte bei Zahnersatz und Krankschreibungen stoßen bei der SPD auf scharfe Kritik. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf machte deutlich, dass solche Forderungen für seine Partei „wenig abgewinnen“ seien, da am Ende die Bürger die Zeche zahlen müssten. „Wir wollen eben nicht, dass die Bürger zahlen“, betonte Klüssendorf im RTL/ntv-Frühstart.

Solidarität statt Sparen

Stattdessen müsse das Ziel sein, ein gerechteres und effizienteres Gesundheitssystem zu schaffen. Klüssendorf verwies auf die vielen Menschen, die auf Leistungen wie die Pflege angewiesen seien und bereits hohe Eigenanteile stemmen müssten. Hier seien „unbedingt“ solidarische Finanzierungsmodelle notwendig, nicht flächendeckende Kürzungen.

Neuer Blick auf Einnahmen

Die SPD prüft konkret, wie neue Einkommensarten stärker in die Finanzierung des Sozialwesens einbezogen werden könnten. Angesichts des Wandels am Arbeitsmarkt, wo Gewinne oft auch mit weniger Beschäftigten erzielt würden, sei es überlegenswert, auch andere Ertragsarten zur Kofinanzierung heranzuziehen. Die Partei will dieses Thema in den kommenden Wochen und Monaten weiter vertiefen.

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