ADAC schlägt Alarm: Rekordpreise für Benzin und Diesel

Preisanstieg an Tankstellen: April 2026 wird teuerster Monat

Preisanstieg an Tankstellen: April 2026 wird teuerster Monat

Tankstellenpreise erreichen im April 2026 neue Höchststände, Symbolbild.

Autofahrer in Deutschland müssen im April 2026 tief in die Tasche greifen. Laut ADAC wurden neue historische Höchststände bei den Kraftstoffpreisen erreicht. Sowohl Super E10 als auch Diesel markierten im vergangenen Monat absolute Rekordwerte. Die Verbraucherzentrale kritisiert, dass staatliche Entlastungen nicht bei den Bürgern ankommen.

Neue Höchststände an Zapfsäulen

Der April 2026 hat sich als der teuerste Tankmonat in der Geschichte Deutschlands entpuppt. Der ADAC meldete am Montag, dass Autofahrer im Durchschnitt 2,109 Euro für einen Liter Super E10 und 2,263 Euro für einen Liter Diesel berappen mussten.

Insbesondere der Dieselpreis hat die bisherige Marke vom Vormonat um fast zehn Cent übertroffen. Auch Super E10 kletterte über den bisherigen Monatsrekord aus dem März 2022.

Österreich-Modell zeigt wenig Wirkung

Am 7. April 2026 war Diesel mit einem Spitzenpreis von 2,446 Euro je Liter so teuer wie nie. Nur einen Tag zuvor erreichte Super E10 fast seinen bisherigen Rekordwert. Diese Entwicklung erfolgt, obwohl der Ölpreis gesunken und der Euro zum Dollar stärker geworden ist – Effekte, die eigentlich zu sinkenden Preisen führen müssten. Kritiker vermuten, dass die Einführung des sogenannten Österreich-Modells am 1. April keine preisdämpfende Wirkung erzielt hat.

Tankrabatt: Kritik und Forderungen

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) übt scharfe Kritik am sogenannten Tankrabatt, der seit dem 1. Mai gilt. Laut ersten Auswertungen komme die Senkung der Energiesteuer um 17 Cent pro Liter nicht vollständig bei den Verbrauchern an. Statt einer Entlastung für Autofahrer drohe ein „Konzernrabatt“, befürchtet VZBV-Vorständin Ramona Pop.

Pop fordert ein „wachsames Bundeskartellamt“, um ungerechtfertigten Preissteigerungen entgegenzuwirken. Ihrer Meinung nach ist der Tankrabatt der falsche Ansatz und sollte nach dem Juni nicht verlängert werden. Sie plädiert für Direktzahlungen als effektivere Methode, um Bedürftige zu unterstützen.

Die Bundesregierung müsse zudem Schritte unternehmen, um die Abhängigkeit von fossilen Kraftstoffen zu verringern. Mehr E-Mobilität und ein attraktiver, preisgünstiger öffentlicher Nahverkehr seien hier entscheidend.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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