Anteil an Gesamtkosten klettert
Die Kosten für Pflegeleistungen schießen in Deutschland durch die Decke. Waren es im Jahr 2014 noch 65 Milliarden Euro, die in diesem Bereich ausgegeben wurden, sind es 2024 bereits 135,9 Milliarden Euro. Damit hat sich das Volumen innerhalb von nur einem Jahrzehnt mehr als verdoppelt – ein Plus von über 109 Prozent.
Diese Entwicklung geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Der Anteil der Pflegeleistungen an den gesamten Gesundheitsausgaben ist im selben Zeitraum spürbar gewachsen. Von 19,8 Prozent im Jahr 2014 kletterte er auf nunmehr 25,3 Prozent. Die Gesamtausgaben im Gesundheitswesen summierten sich 2024 auf rund 538 Milliarden Euro.
Reformen und Demografie befeuern Kosten
Fachleute machen für diese Kostenexplosion eine Reihe von Faktoren verantwortlich. Einer der wesentlichen Auslöser sei die Pflegereform zum 1. Januar 2017, die im Elften Buch des Sozialgesetzbuches (SGB XI) verankert wurde. Hinzu kommen gestiegene Personalkosten in der Pflegebranche sowie der fortschreitende demografische Wandel, der den Bedarf an Pflegeleistungen weiter erhöht.
Zu den Ausgaben für pflegerische Leistungen zählen Leistungen wie Grund-, Behandlungs- und Intensivpflege, die sowohl in Einrichtungen als auch zu Hause erbracht werden. Andere Bereiche wie ärztliche Leistungen oder Arzneimittel sind zwar ebenfalls gestiegen, aber nicht im gleichen Tempo wie die Pflege.