Die Deutsche Bahn warnt: Fahrzeiten ändern sich kurzfristig, Anschlüsse können verloren gehen. Wer jetzt einfach losfährt, landet schnell in einem Ersatzbus statt im ICE.
Schwarzwaldbahn unterbrochen – SBB hilft aus
Besonders betroffen ist die traditionsreiche Schwarzwaldbahn zwischen Karlsruhe und Konstanz: Zwischen Villingen und Donaueschingen wird seit Tagen gebaut – und das noch bis 17. Oktober.
Die Strecke ist komplett gesperrt, Züge fahren dort keine mehr. Stattdessen setzt die Bahn Ersatzbusse zwischen Villingen, Donaueschingen und Engen ein. Für den Abschnitt Engen/Singen–Konstanz verweist die DB auf Züge der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), die die Lücke vorübergehend mitstopfen.
Hochrheinbahn: Start für die Elektrifizierung
Noch weiter südlich wird die Hochrheinbahn zwischen Basel und Erzingen für die Zukunft fitgemacht: Hier beginnen die Arbeiten für die lang geplante Elektrifizierung der Strecke.
Der offizielle Startschuss fällt am Samstag, doch die Vorarbeiten laufen bereits. Laut DB fallen zwischen Waldshut und Erzingen derzeit immer wieder Züge aus, Ersatzbusse übernehmen den Verkehr. Ziel: Der Dieselbetrieb soll bald der Vergangenheit angehören – für weniger Lärm und mehr Klimaschutz.
Gäubahn lahmgelegt – Brücken werden erneuert
Auch die Gäubahn (Stuttgart–Zürich) bleibt vom Baustellen-Stress nicht verschont: Zwischen Oberndorf am Neckar und Rottweil werden an diesem Wochenende mehrere Brücken erneuert.
Von Freitagabend (22 Uhr) bis Montagfrüh (2.30 Uhr) ist die Strecke komplett gesperrt. Fahrgäste müssen auf Busse zwischen Oberndorf, Rottweil und Singen ausweichen – und deutlich mehr Reisezeit einplanen.
Was das für Reisende bedeutet
Die Bahn will mit den Bauarbeiten das Netz modernisieren, um es langfristig robuster zu machen. Kurzfristig aber bedeutet das vor allem: längere Fahrzeiten, verpasste Anschlüsse und Chaos beim Umsteigen.
Wer jetzt im Süden Baden-Württembergs unterwegs ist, braucht vor allem eines – Geduld.


